Deutsch English
09.12.2016
Top-Thema

Kölling vs. Liebenberg II

Berliner bittet Südafrikaner am 4. Februar zum Rematch in Südafrika!

Perfekte K.o.-Nacht!

Feigenbutz, Bauer und Pulev feiern klare Siege am Samstag!

Top-Video
Video ansehen

 

 

NEWS
Freitag, 2002-01-18

Häußler gegen Catley

Jean-Marcel Nartz über die Kämpfer und Kämpfe am 9. März in Frankfurt/Oder

DANILO HÄUSSLER vs. GLENN CATLEY; JUGEND gegen ERFAHRUNG!
ZWEI FIGHTER AUF DEM SCHEIDEWEG IHRER KARRIERE
Der von Manfred Wolke trainierte Danilo Häußler ist seit einem Jahr Europameister im Super-Mittelgewicht. Er besiegte in Riesa im Januar 2001 den favorisierten Russen Andreij Shkalikov knapp nach Punkten. Danach begann für ihn ein Leidensweg. Dreimal bereitete er sich auf die Pflichtverteidigung gegen den Dänen Mads Larsen vor und jedes Mal gab es eine Absage. Bitter für Danilo, weil er für die Ausfälle kein Geld bekam und sich immer wieder auf’s Neue motivieren musste.
Erst im Oktober 2001 konnte er wieder boxen. Dabei besiegte der 26-Jährige den Italiener Vincenco Imparato überzeugend nach Punkten. Häußler, der als Profi seit 1997 118 Runden boxte und dabei alle seine 17 Kämpfe gewann, hat sich von Kampf zu Kampf gesteigert. Am 12. Januar sollte der Kampf gegen Catley bereits sein. Leider zog er sich vor Weihnachten im Training einen Bänderanriss zu . Deshalb musste der Kampf auf den 9. März verschoben werden.
Häußler will den Sprung unter die ersten Drei der aktuellen Weltrangliste schaffen. Dies ist möglich, wenn er Catley besiegt. Sein Trainer Manfred Wolke hat ihn akribisch auf diesen Kampf vorbereitet. Durch das Studium der Videoaufzeichnungen wurden alle Stärken und Schwächen Catleys verinnerlicht. Beide meinen zu wissen, wie der Brite zu besiegen ist. Setzt Häußler die Strategie seines Trainers im Ring um, dann bleibt Häußler Europameister und kann die Weltmeisterschaft anvisieren.
Der knapp 30 Jahre alte Engländer Glenn Catley hat seit 1993 161 Runden geboxt. Von 31 Kämpfen gewann er 26 (davon 20 vorzeitig) und verlor fünf. Er bringt die Erfahrung von vier WM-Kämpfen mit, wovon er allerdings nur einen gewann. Das war gegen Markus Beyer im Mai 2000. Richie Woodhall (England) besiegte ihn umstritten nach Punkten. Eric Lucas (Kanada) und Dingaan Thobela (Südafrika) schlugen ihn vorzeitig.
Catley war mit seinem Trainer-Manager Chris Sanigar in Köln, um Häußlers Titelverteidigung gegen Imparato zu beobachten. Beide waren beeindruckt von Danilos Leistung nach dessen langen, frustierenden und ungewollten Pause. Sie meinten aber auch, dass sie sich gute Siegchancen ausrechnen. Vom Kampfstil zu beurteilen, kann die Auseinandersetzung hochdramatisch werden und zu einer Schlacht ausarten, der in der Halbdistanz auf Biegen und Brechen geführt werden dürfte.
Catley ist der etwas schlagstärkere Fighter, während Häußler boxerisch die niveauvolleren Akzente setzen könnte. Beide können sich in diesem Stadium ihrer Karriere keine Niederlage erlauben, denn sie stehen auf dem Scheideweg ihrer Laufbahn. Dies gilt für Catley mehr als für Häußler. Deshalb dürfte Spannung vom ersten Gongschlag bis zur Siegerehrung gewährleistet sein...