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Sonntag, 2002-11-10

Häußler blickt zurück

Danilo Häußler mit dem bisherigen Jahr sehr zufrieden

Danilo Häußler konnte in diesem Jahr seinen EM-Titel dreimal verteidigen. In Frankfurt an der Oder besiegte er im März bei seiner Pflichtverteidigung den Briten Glenn Catley, im April konnte er den Italiener Mustapha Ilir bezwingen und Ende September bezwang er den Spanier Juan Nelongo Pérez nach Punkten. Somit konnte der gebürtige Schwedter bisher sehr positiv auf das Jahr zurückblicken. Am 5. November war der Super-Mittelgewichtler zu Gast im boxen.com-Expertenchat und beantwortete die Fragen der Boxsportinteressierten. Hier einige Ausschnitte aus dem Chat:
Danilo Häußler:
Hallo und guten Abend!
LinkerHaken:
Hallo zusammen!
Mandy:
Guten Abend!
Der blonde Hans:
Hi Danilo, hallo Ihr anderen.
Iron Mike:
Guten Abend.
sunny:
Danilo, im nächsten Jahr boxt Du wieder gegen Catley. Weißt Du schon, wo der Kampf ausgetragen wird?
Danilo Häußler:
Nein, das steht noch nicht fest. Vielleicht in Berlin.
Prince:
Danilo, wenn Du Dich mal so mit Sven Ottke und Markus Beyer vergleichst, wo hat jeder so seine Stärken?
Danilo Häußler:
Markus hat seine Stärken in der Übersicht und der Schlagkraft, Sven ist mit den Beinen sehr schnell und ich habe eine starke Physis.
Big Boss:
Wie verstehst Du Dich eigentlich so mit Deinem Coach?
Danilo Häußler:
Sehr gut. Wir haben keinerlei Probleme. Wenn er nicht gewesen wäre, wäre ich nicht Profi geworden.
Knolle:
Meiner Meinung nach ist der EM-Titel im Super-Mittelgewicht besonders wertvoll. Die EM hat einen einzigartigen Wert, nicht so wie die verschiedenen Weltverbände, und im Super-Mittel gibt es riesengroße Konkurrenz. Wie siehst Du das?
Danilo Häußler:
Das sehe ich wirklich genauso. Bei den vielen Weltverbänden stehe ich mit dem EM-Titel schon sehr weit vorne, das sieht man ja auch an den Weltranglisten.
Micky:
Danilo, was macht eigentlich für Dich den besonderen Reiz am Boxsport aus?
Danilo Häußler:
Der Kampf Mann gegen Mann reizt mich, außerdem wird Taktik verlangt.
Beinhart:
Schaust Du gerne im TV andere Boxkämpfe?
Danilo Häußler:
Eher weniger. Ich schaue nicht so viele. Wenn ein guter Kampf dabei ist, dann aber schon.
HK:
Wie ist Dein Verhältnis zu Deinen Trainingskollegen und was traust Du Timo Hoffmann und Kai Kurzawa in naher Zukunft zu?
Danilo Häußler:
Wir haben ein sehr gutes Verhältnis. Ich freue mich, dass ich wieder Trainingspartner habe. Die Fortschritte bei Timo sind enorm. Ich freue mich, dass er so vorangekommen ist. Auch Kai hat eine gute Zukunft vor sich.
The Real Deal:
Hi, wie ist denn das eigentlich, freust Du Dich auf Catley oder ist er eher ein Angstgegner?
Danilo Häußler:
Auf den Kampf freue ich mich auf jeden Fall. Im ersten Kampf habe ich die ersten Runden verschlafen. Dieser Kampf wird klarer verlaufen.
Flo:
Sag mal, wie fandest Du eigentlich den letzten Kampf von Timo Hoffmann?
Danilo Häußler:
Ich habe den Kampf nicht gesehen, weil ich ja nach ihm geboxt habe. Während der letzten Runde bin ich gerade in die Halle gekommen.
Mandy:
Was hast Du für eine Meinung vom Frauenboxen ?
Danilo Häußler:
Ich selbst gucke es mir nicht an und ich selbst halte eigentlich auch nichts davon.
Spider:
Du hast Muhammad Ali in Riesa gesehen. Enttäuscht? Oder war es gar großartig?
Danilo Häußler:
Für mich war es enttäuschend. Man hat gesehen, wie er rumgeschoben wurde. Durch das, was man mit ihm gemacht hat, verliert man in gewisser Art auch den Respekt.
Goofy:
Danilo, welche Schwerpunkte wird die Vorbereitung auf Catley bei Dir haben?
Danilo Häußler:
Ich will die Fehler aus den ersten drei, vier Runden aus dem letzten Kampf vermeiden. Da war ich zu passiv. Ansonsten geht es wie immer vor einem Kampf.
sunny:
Wenn Du Catley schlägst, wie geht es dann weiter?
Danilo Häußler:
Ich hoffe, dass mein Manager einen WM-Kampf für mich klarmacht. Ob aber zuerst noch eine freiwillige Titelverteidigung kommt, kann ich noch nicht genau sagen.
Der blonde Hans:
Welche Vorbilder gibt es für Dich?
Danilo Häußler:
Ich habe eigentlich kein Vorbild beim Boxen, als Sportler fand ich Boris Becker immer sehr gut, besonders wie er gekämpft hat.
Iron Mike:
Und falls Du mal verlieren solltest, musst Du Dich dann für eine WM wieder hinten anstellen?
Danilo Häußler:
Klar, das Beispiel hat man ja bei Markus Beyer gesehen. Ein bisschen ist es auch vom Management abhängig, aber eine Niederlage wirft einen natürlich zurück.
CAT WOMEN:
Gegen wen möchtest Du am liebsten boxen?
Danilo Häußler:
Ich möchte auf jeden Fall Weltmeister werden, da ist egal, wer als Gegner kommt.
LinkerHaken:
Wie geht es eigentlich Kai Kurzawa nach seiner Verletzung?
Danilo Häußler:
Das wird noch eine Weile dauern. Zur Zeit ist er in der Reha. Ich glaube, er ist erst im Januar wieder fit. Im Moment macht er Läufe und Grundlagentraining.
Spider:
Gegen den Spanier Nelongo Perez hast Du einen verdammt guten Kampf gemacht. Trotzdem sehen viele Zuschauer lieber Kämpfe wie den von Timo, der mehr auf einen K.o. ausgewesen ist. Kannst Du so etwas verstehen und vor allem auch damit umgehen?
Danilo Häußler:
Ja, klar. Mein Kampf ist auf 12 Runden ausgerichtet. Die Stimmung ist auch bei meinen Kämpfen sehr gut und deshalb brauche ich mich nicht unter Druck setzen.
CAT WOMEN:
Wie gestaltest Du Deine Freizeit?
Danilo Häußler:
Da mache ich auch viel, was mit Sport zu tun hat. Basketball, Fußball, Eishockey usw. - alles schaue ich mir dann gerne an, sofern gerade Zeit dafür vorhanden ist.
Knolle:
Danilo, warum kriegt eigentlich Fighting Nordin nicht auch mal einen großen Kampf. Ist er leistungsmäßig weit von Dir entfernt?
Danilo Häußler:
Das kann ich nicht genau sagen, das muss der Manager beantworten.
CAT WOMEN:
Jeder Boxer hat vor seinem Kampf ein sogenanntes Ritual. Welches hast Du?
Danilo Häußler:
Ich habe immer ein Adidashandtuch in der Ecke, das ist 10 Jahre alt...
Marlen:
Danilo, ich habe da etwas von Kinderwunsch bei Dir gehört, ist da etwas dran?
Danilo Häußler:
Ich habe zu meiner Freundin gesagt, sie muss erst mit dem Rauchen aufhören, dann können wir darüber reden.
Der blonde Hans:
Zu welchem Song wirst Du nächstes Mal einlaufen?
Danilo Häußler:
Das wird ein neuer Song sein. Er heißt "Strike" und die Gruppe heißt Dantes View.
CAT WOMEN:
Wirst Du von Deiner Familie zu den Kämpfen begleitet?
Danilo Häußler:
Mein Vater ist eigentlich bei jedem Kampf dabei, meiner Mutter ist es zu stressig.
DareRonny:
Hallo Danilo, hier sind zwei große Berliner Fans von Dir und zwar Daré und Ronny! Wir wollten fragen, wann wird Deine harte Trainingsarbeit mit dem Weltmeistergürtel belohnt?
Danilo Häußler:
Hi Ihr Beiden, ich hoffe, dass ich im nächsten Jahr die Chance darauf erhalte.
Big Boss:
Du gibst Dich immer sehr offen für Presse, Zuschauer und Fans. Kann man diesen Weg so eigentlich gehen oder wird einem das irgendwann viel zu viel?
Danilo Häußler:
Nein, man muss schon aufpassen. Manchmal hat man schon die "Schnautze" voll, aber gerade für die Fans bemüht man sich doch sehr viel zu machen. Schließlich fahren sie zu den Kämpfen und unterstützen einen.
Mandy:
Was geht Dir unmittelbar vor so einem Kampf im Kopf herum?
Danilo Häußler:
Ich bin an dem Tag selbst sehr aufgeregt, in der Halle bin ich dann aber ruhig und sehr auf den Kampf konzentriert. Ich freue mich dann, wenn es losgeht, weil die Zeit in der Kabine doch sehr lang ist.
Spider:
Wie wichtig sind für Deinen persönlichen Weg Leute wie Henry Maske und Axel Schulz gewesen?
Danilo Häußler:
Mit Henry Maske hatte ich nicht so viel zu tun. Axel Schulz war schon sehr wichtig. Er hat mich viel lernen lassen, den Umgang mit den Medien usw. Ich konnte mir viel bei ihm angucken und er hat schon viele Sachen vorgelebt.
Prince:
Denkst Du, Timo Hoffmann würde in einem erneuten Kampf gegen Vitali Klitschko bestehen?
Danilo Häußler:
Auf jeden Fall. Ich denke, er würde gewinnen.
Prince:
Wie findest Du Mario Veit von Universum?
Danilo Häußler:
Der wurde viel zu früh gegen Calzaghe angesetzt. Eigentlich hat man ihn ein bisschen verheizt.
Mandy:
Beim eventuellen Kampf Sven Ottke gegen den Tiger, wer hat Deiner Meinung nach die besseren Chancen?
Danilo Häußler:
Ich glaube, zu dem Kampf wird es nicht kommen.
Der blonde Hans:
Schaut Deine Freundin beim Boxen zu?
Danilo Häußler:
Ja, wenn Sie frei hat von ihrer Arbeit, dann ist sie dabei.
Goofy:
Welches Verhältnis hast Du zu Deinem Manager Wilfried Sauerland?
Danilo Häußler:
Ich denke, es ist ganz normal. Wir verstehen uns gut. Ich nehme an, dass er das Beste für mich herausholt.
Knolle:
Danilo, wann boxt Du mal in Rostock, Schwerin oder in der Nähe dieser Orte? Hier finden nicht alle automatisch Jürgen Brähmer gut!
Danilo Häußler:
Das wird ja vom Management festgelegt, zu deren Planung kann ich nicht so viel sagen.
Der blonde Hans:
In letzter Zeit schießen immer mehr kleine Veranstalter und Boxställe aus dem Boden. Tut das dem Sport gut?
Danilo Häußler:
Das Niveau solcher Veranstaltungen ist oft eher schlechter, das hilft dem Boxsport nicht unbedingt. Es lohnt sich, die guten Kämpfe zu veranstalten.
Goofy:
Warum gibt es so viele gute Boxer aus den neuen Bundesländern?
Danilo Häußler:
Zu DDR-Zeiten gab es Sportschulen. Das System brachte gute Bedingungen für das Training. Viele Boxer, die jetzt erfolgreich sind, haben dieses System noch genossen. Deshalb geht es im Moment noch, aber in der Zukunft muss man aufpassen.
sunny:
Danilo, denkst Du, Du bist stark genug um mal Weltmeister bei verschiedenen Weltverbänden zu werden? Damit würdest Du ja Sven Ottke noch übertreffen...
Danilo Häußler:
Das ist schwer zu sagen. Ich glaube, dass ich das schaffen kann, und es ist auf jeden Fall ein Ziel.
Der blonde Hans:
Kannst Du jungen Sportlern raten, Profi zu werden.
Danilo Häußler:
Gerade junge Sportler haben ja noch genügend Zeit. Ich kann es eigentlich nur den jungen Leuten raten. Wenn man einen guten Manager und Trainer hat, wird man in Ruhe aufgebaut.
Prince:
Könntest Du Dir auch mal einen Ausflug in eine höhere Gewichtsklasse vorstellen?
Danilo Häußler:
Momentan auf keinen Fall. Ich fühle mich in dieser Gewichtsklasse sehr wohl.
Der blonde Hans:
Und in eine niedrigere Gewichtsklasse?
Danilo Häußler:
Auch nicht, das passt für mich nicht, aber schaffen würde ich es zur Not.
Iron Mike:
Axel Schulz war Co-Kommentator beim Promiboxen. Wie hast Du das Promiboxen gefunden?
Danilo Häußler:
Tja, das war vom Niveau her ganz schlimm. Das ist natürlich nicht der richtige Weg. Die Boxer hatten große Handschuhe an. Das ist normal anders. Auch die Rundenzeiten waren anders. Man braucht eben doch Jahre, um richtig zu boxen. Das sollte man doch den Profis überlassen. Aber ich habe es mir auch angeschaut.
LinkerHaken:
Die Schwedter Boxer haben zurückgezogen. Weißt Du genauer, warum eigentlich?
Danilo Häußler:
Ja, ich glaube, die Gelder haben gefehlt. Das Schwedter Publikum will natürlich guten Boxsport sehen und dafür haben die Sponsoren gefehlt. Nicht so gute Boxer zu sehen, das ist natürlich für die Region uninteressant.
Der blonde Hans:
Welchen Beruf hättest Du, wenn Du nicht Boxer wärst?
Danilo Häußler:
Vor meiner Profikarriere hatte ich mich erfolgreich als Polizeikommissar beworben und schon die Zusage.
DareRonny:
Kannst Du uns sagen, in welcher Stadt Du Deinen nächsten großen Sieg feiern wirst??
Danilo Häußler:
Wahrscheinlich in einer Stadt in Berlin/Brandenburg.
DareRonny:
Berlin wäre super, von uns hast Du natürlich volle Unterstützung!
Big Boss:
Wie fandest Du selbst Deinen letzten Fight?
Danilo Häußler:
Ich war mit dem letzten Kampf sehr zufrieden. Auch von der boxerischen Linie her.
Iron Mike:
Was schätzt Du an Coach Wolke?
Danilo Häußler:
Ohne ihn wäre ich nicht Profi geworden. Ich habe absolutes Vertrauen zu ihm und es ist auch noch nie langweilig geworden.
Der blonde Hans:
Was ist Deine Lieblingsmusik?
Danilo Häußler:
Ich höre alles Querbeet. Mir muss einfach gefallen, was ich höre...
Der blonde Hans:
Besuchst Du häufig Boxveranstaltungen?
Danilo Häußler:
Nein, eigentlich nicht so viel. Wenn, dann eigentlich nur die von Sauerland Event. Früher war ich häufig in Schwedt.
Der blonde Hans:
Wie häufig trainierst Du?
Danilo Häußler:
In der Woche machen wir 11 Einheiten, täglich vormittags und nachmittags, Samstag ein Training und Sonnstags frei....
Danilo Häußler:
Langsam die letzten Fragen bitte...
Der blonde Hans:
Wie lange wirst Du boxen?
Danilo Häußler:
So lange, wie ich erfolgreich bin. Das hängt natürlich davon ab, wie es läuft...
Der blonde Hans:
Wer ist Deutschlands bester Trainer?
Danilo Häußler:
Für mich ist Wolke der beste Trainer.
Danilo Häußler:
So, dann war es das von meiner Seite aus, ich wünsche allen noch einen schönen Abend.
Der blonde Hans:
Tschüß!
DareRonny:
Wir sagen auch Ciao!!
Mandy:
Ciao und alles Gute und viel Erfolg weiterhin!
Goofy:
Danke Danilo, viel Glück!
Prince:
Wiedersehen!
Big Boss:
Tschüss zusammen!
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Die nächsten boxen.com-Expertenchats:
- Dienstag, 12. November ab 19.00 Uhr mit Wilfried Sauerland,
- Dienstag, 19. November ab 19.00 Uhr mit Waldemar Hartmann