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Donnerstag, 2012-01-19

Graf mag es gerne schnell

David Graf

David Graf gewann bisher immer vorzeitig (Fotos: Photo Wende)

Cruisergewichts-Hoffnung bestreitet in Frankfurt den sechsten Profikampf

Am 4. Februar dürfen sich die Zuschauer in der Fraport Arena gleich auf zwei Titelkämpfe im Cruisergewicht freuen: Im Kampf zwischen Yoan Pablo Hernandez (25-1, 13 K.o.´s) und Steve Cunningham (24-3, 12 K.o.´s) geht es um die IBF-Weltmeisterschaft, Lokalmatador Enad Licina (21-3, 11 K.o.´s) greift gegen Alexander Alekseev (22-2, 20 K.o.´s) nach dem derzeit vakanten EM-Titel. Einer, der es im gleichen Gewichtslimit nach ganz oben schaffen will, ist David Graf (5-0, 5 K.o.´s). Der in Sindelfingen aufgewachsene Kämpfer steigt ebenfalls in der früheren Ballsporthalle in den Ring, bestreitet gegen den 27-jährigen Briten Danny Couzens (4-6-2) einen Sechs-Runden-Kampf.

Graf absolvierte am 2. April letzten Jahres sein Profidebüt. Und der erste Einsatz bei den Berufsboxern endete gleich mit einem richtigen Paukenschlag! Nach nur drei Sekunden schickte er seinen Gegner Olegs Lopajevs (Lettland) im Gerry Weber Stadion in Halle/Westfalen mit einer Linken zum Kopf zu Boden. Nach nur 16 Sekunden zählte Ringrichter Jörg Milke den Kontrahenten daraufhin aus - in Deutschland der schnellste K.o.-Sieg für einen Profidebütanten aller Zeiten. Und auch die nächsten vier Widersacher schlug Graf durch Knockout. Bisher erlebte keiner seiner Konkurrenten das Ende der zweiten Runde. Entsprechend positiv blickt Graf auf das letzte Jahr zurück.

"Ich bin zufrieden", so der inzwischen 23-Jährige. "Ich hätte allerdings gerne noch mehr Kämpfe gemacht, denn ich habe ja eigentlich gar nicht so viele Runden geboxt. Das ist es auch, was ich mir für das Jahr 2012 vorgenommen habe. Ich brauche einfach mehr Kämpfe und Runden, denn das bringt letztendlich die nötige Erfahrung, die ich im Ring brauche." Eine Art "K.o.-König" sei er nicht. "Nein, ich boxe einfach. Und aus der boxerischen Überlegenheit heraus ergibt sich dann der K.o. quasi von ganz allein. Das kann früh, mittendrin oder auch gar nicht passieren. Ich bin jedenfalls nicht mit aller Macht auf ein vorzeitiges Ende des Kampfes aus", versichert der Schützling von Trainer Torsten Schmitz.

Zwar geht es für David Graf derzeit noch nicht um große Titel. Eine feste Anhängerschaft des 1,90 Meter großen Cruisergewichtlers wird aber auch in Frankfurt wieder dabei sein. "Ein paar Freunde reisen immer zu meinen Kämpfen mit. Von Sindelfingen nach Frankfurt sind es rund 200 Kilometer, da machen sich einige auf den Weg", so der Cruisergewichtler. Einen Tipp, wie der WM-Kampf zwischen Hernandez und Cunningham endet oder wer im EM-Fight zwischen Licina und Alekseev siegt, will er nicht abgeben. "Erst einmal schaue ich auf mich und auf meinen Kampf. Zu den Titelkämpfen kann ich nur sagen, der jeweils Bessere soll gewinnen. Da treffen so starke Leute aufeinander, da wird die Tagesform darüber entscheiden, wer am Ende gewinnt."

Eintrittskarten für die Veranstaltung in Frankfurt sind über die telefonische Ticket-Hotline 01805-570044 (€ 0,14/min., Mobilfunkpreise max. € 0,42/min.) und im Internet bei www.eventim.de erhältlich.