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Montag, 2008-08-25

Gammer mit viel Zuversicht

Scott Gammer gegen Francesco Pianeta um den EU-Titel

Am 30. August kämpft Scott "The Hammer" Gammer gegen den Rechtsausleger Francesco Pianeta um die vakante EU-Meisterschaft im Schwergewicht. Nach einer Niederlage im September letzten Jahres gegen John McDermott wollte der Waliser zunächst die Boxhandschuhe an den Nagel hängen. Doch der frühere Britische Meister änderte seine Meinung und will sich mit dem Gewinn des EU-Titels eindrucksvoll im Ring zurückmelden. Vor dem Kampf in Berlin stellte sich der 31-Jährige zum Interview.

Scott Gammer: 18 Siege, zwei Niederlagen und ein Unentschieden
Herr Gammer, am 30. August steigen Sie gegen Francesco Pianeta in den Ring. Wie wichtig ist der Kampf um den EU-Gürtel für Sie?
Scott Gammer: Dieser Fight ist sehr wichtig für mich. Nach meinen Niederlagen gegen Danny Williams und John McDermott habe ich die Chance, mich wieder als Top-Schwergewichtler zu etablieren.
Sie kämpften schon dreimal um die Britische Meisterschaft im Schwergewicht. Ist der EU-Titel noch wichtiger für Sie?
Scott Gammer: Der Gewinn der Britischen Meisterschaft war ein großer Erfolg für mich. Den EU-Titel hinzuzufügen, wird mir weitere Anerkennung bringen.
Als Berufsboxer traten Sie zuvor noch nie außerhalb von Wales oder England an. Sind Sie deshalb besorgt? Oder sehen Sie den Fight in der Max-Schmeling-Halle eher als Möglichkeit, internationale Erfahrung zu sammeln?
Scott Gammer: Mir ist eigentlich egal, wo der Kampf stattfindet. Die Hauptsache ist, wir haben die gleichen Boxhandschuhe an. Ein Ring ist ein Ring.

Scott Gammer will mit seinem Team auch in Berlin erfolgreich sein
Wie verlief die Vorbereitung für Sie?
Scott Gammer: Ich begann mein Training schon im Mai, denn eigentlich sollte der Kampf schon ein bisschen früher stattfinden. Dann wurde der Fight auf den August verschoben. Das erleichterte die Sache. Ich machte zunächst lockeres Training, in den letzten Wochen steigerten wir dann die Belastung.
Werden Sie noch immer von Ihrem Vater Ralph trainiert?
Scott Gammer: Ja, seitdem ich mit dem Boxen begann, ist er mein Coach. Er kennt mich in- und auswendig.
Im Jahr 2006 gewannen Sie die Britische Meisterschaft. Später folgten allerdings Niederlagen gegen Danny Williams und John McDermott. Worin lagen die Gründe?
Scott Gammer: Beim Williams-Kampf hatte ich mich falsch vorbereitet. Wir rechneten damit, dass er mit einem viel größeren Gewicht antreten würde. Deshalb versuchte ich ebenfalls, schwerer zu sein. In dem Kampf fühlte ich mich nicht wie sonst. Ich war ausgelaugt und nicht richtig in der Lage, meine Hände abzufeuern. Beim Kampf gegen McDermott bekam meine Frau kurz zuvor ein Baby. Ich konnte mich irgendwie nicht richtig motivieren. Ich kann bis heute nicht fassen, wie schlecht ich in dieser Nacht war.

Scott Gammer rechnet sich Siegchancen aus (Fotos: Team Gammer)
Lassen Sie uns über Francesco Pianeta sprechen. Was halten Sie von ihm?
Scott Gammer: Wir wissen alles über ihn. Er hat auf dem Papier einen guten Kampfrekord, doch das habe ich auch.
Wie sehen Sie Ihre Chancen, gegen ihn zu gewinnen?
Scott Gammer: Ich habe während meiner Karriere schon gegen viele Leute geboxt, die meist unterschiedliche Stile hatten. Gegen Rechtsausleger sah ich eigentlich immer gut aus. Ich weiß, dass er gute Grundlagen hat. Doch ich bin schnell und schlage hart. Nach der Niederlage gegen McDermott will ich zeigen, was ich kann. Wenn ich ihn richtig erwische, dann war es das.