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Dienstag, 2009-06-16

Frenkel: "Im Ring gibt es nur meinen Gegner und mich"

Alexander Frenkel kämpft am 27. Juni in Berlin (Fotos: SE)

Alexander Frenkel steigt in der Max-Schmeling-Halle in den Ring

Die Bilanz von Alexander Frenkel ist ohne Makel: 17 Siege aus 17 Profikämpfen stehen im Moment zu Buche. Dreizehn seiner bisherigen Gegner erlebten nicht einmal das Ende der letzten Runde. Das zeigt, mit welcher Härte und Genauigkeit der von Ulli Wegner trainierte Cruisergewichtler agiert. Als nächstes soll das am 27. Juni der Argentinier Rodolfo De Dominicis zu spüren bekommen, der in der Berliner Max-Schmeling-Halle im Rahmen der IBF-WM im Mittelgewicht zwischen Arthur Abraham und Mahir Oral gegen Frenkel antritt. 

Der 36-jährige De Dominicis erreichte bisher 15 Siege und ein Unentschieden in 17 Einsätzen als Berufsboxer. Nur dem Aserbaidschaner Ali Ismailov musste er sich geschlagen geben. "Das ist ein guter Kampfrekord", sagt Alexander Frenkel, "doch ansonsten weiß ich nicht viel über ihn. In seiner Heimat ist er sicherlich ein gefürchteter Kämpfer. Doch da er nur einmal außerhalb von Argentinien im Ring stand, ist schwer zu sagen, wie er einzuschätzen ist. Deshalb muss ich im Kampf schauen, was er drauf hat und dann seine Fehler nutzen."

 

Der in Würzburg aufgewachsene Frenkel, der seit dem März 2007 in Berlin trainiert und lebt, hatte im Mai 2008 in Bayreuth die IBF-Junioren-WM gewonnen. Dann warf ihn allerdings eine langwierige Handverletzung zurück. Erst am 4. April dieses Jahres stand er in Düsseldorf wieder im Ring. Doch das Ergebnis war so, wie schon oft zuvor: Frenkel bezwang den Südafrikaner Ruben Groenewald vorzeitig. Am 9. Mai folgte in Bamberg ein technischer K.o.-Sieg in der siebten Runde gegen Balint Turgonyi. In Berlin soll jetzt der nächste Erfolg her.

"Wieder im Ring zu stehen, das war für mich, wie nach einer langen Reise wieder nach Hause zurückzukehren. Zunächst war ich aber darauf angewiesen, meine Kämpfe komplett mit der Linken aufzubauen. Inzwischen ist die Verletzung fast abgehakt. Es wird von Tag zu Tag besser, so dass es jetzt wieder richtig losgehen kann. Meine Linke ist so stark, dass ich alle Gegner damit weghauen kann. Wenn jetzt noch die Rechte dazukommt, wird es noch besser", freut sich der in Berlin-Wilmersdorf wohnende Cruisergewichtler auf seinen Einsatz am 27. Juni.

 

Nach dem letzten Erfolg im Mai trainierte der Wegner-Schützling zunächst im Berliner Max-Schmeling-Gym für seinen 18. Profifight. Die letzte Phase seiner Vorbereitung bestreitet er in Zinnowitz an der Ostsee. "Das Trainingslager hier ist eine gute Abwechslung. Mir gefällt es, an der See zu sein. Die frische, salzige Luft gibt mir Kraft und Energie. Ich mag das Meer und die Natur. Und ich liebe es, am Strand zu sitzen und zu sehen, wie abends die Sonne untergeht", weiß Frenkel um die Vorzüge des Trainingslagers an der Ostsee. 

Dass er in der Hauptstadt ein Heimspiel hat, wird seine Leistung kaum beeinflussen. "Ich habe ja bereits in der Max-Schmeling-Halle geboxt. Das ist eine tolle Arena. Doch für mich spielen Städte keine große Rolle. Ich bin keiner, der sich im Ring von den Emotionen des Publikums leiten lässt. Im Ring gibt es nur meinen Gegner und mich. Da bin ich auf mich alleine gestellt und muss meine Leistung bringen. Ich freue mich, wenn das Publikum hinter mir steht. Aber die Atmosphäre hat keine Auswirkung auf das, was ich im Ring tue", so Frenkel.

 

Eintrittskarten für die Veranstaltung in der Berliner Max-Schmeling-Halle sind über die telefonische Ticket-Hotline 01805 / 10 14 14 (€ 0,14 / min) und im Internet bei www.ticketcorner.com erhältlich.