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Donnerstag, 2010-08-26

Frenkel greift nach EM-Titel

Frenkel will Europameister werden (Fotos: Photo Wende)

Erfolgscoach Wegner will seinen Schützling in Bestform sehen

Am 18. September ist es so weit. In Birmingham bestreitet Alexander Frenkel (22 Profikämpfe; 22 Siege, davon 17 durch K.o.) den größten Fight seiner bisherigen Laufbahn. Der 25-jährige Schützling von Erfolgstrainer Ulli Wegner greift in der LG Arena nach dem EM-Titel: In der zweitgrößten Stadt Englands fordert er den amtierenden Europameister Enzo Maccarinelli (36 Profikämpfe; 32 Siege, davon 25 durch K.o.) heraus.

Der Titelverteidiger aus Wales ist alles andere als unbekannt. Im Jahr 2003 eroberte er den Gürtel der international recht unbedeutenden WBU (World Boxing Union), 2006 gewann er den WM-Titel der WBO (World Boxing Organization), den heute Marco Huck innehat. Im März 2008 unterlag der Waliser dann in einem Vereinigungskampf gegen den damaligen WBC- und WBA-Cruisergewichts-Titelträger David Haye.

"Maccarinelli war schon Weltmeister. Er nimmt den Kampf an, geht in die Halbdistanz und sucht die Entscheidung", kennt Frenkel-Coach Wegner die Stärken des Europameisters. Der Mann aus Swansea hatte den EM-Titel gerade erst im April erkämpft. In St. Petersburg meldete er sich mit einem technischen K.o.-Sieg in der ersten Runde gegen Alexander Kotlobay eindrucksvoll in der Europa- und Weltspitze zurück.

"Das wird schwer", fährt Wegner fort. "Nachdem Alexander im Mai 2008 in Bayreuth die IBF-Junioren-WM gewonnen hatte, sorgte eine langwierige Handverletzung mit mehreren Operationen für einen Rückschlag. Im April letzten Jahres stand er wieder im Ring. Zwar hat er seither immer gewonnen, doch er hatte auch großen Aufholbedarf. Am 18. September muss er beweisen, dass er wieder in der Form ist, in der er früher war."

Von der Psyche her traut der Erfolgscoach seinem in Würzburg aufgewachsenen Schützling den Sieg durchaus zu. "Viele sehen Alexander Frenkel in diesem Kampf als Außenseiter. Doch er ist nervlich recht stabil. Das ist gut. Ich hoffe, dass er in den Sparringseinheiten bis zum Kampf noch zulegt und eine Leistung zeigen kann, die zum Sieg reicht. Dann können wir wirklich voller Optimismus nach England reisen."