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Dienstag, 2009-03-31

Frenkel am 4. April im Ring

Der Box-Virtuose greift wieder an

 

15 Siege aus 15 Profikämpfen bei elf Knockouts - die Kampfbilanz von Alexander Frenkel ist ebenso makellos wie viel versprechend. Am Samstag trifft der 24-jährige Cruisergewichtler aus Berlin auf den erfahrenen Südafrikaner Ruben Groenewald (31), der im Burg-Wächter Castello schon seinen 32. Profikampf bestreiten wird.

Alexander Frenkel steigt am 4. April in Düsseldorf wieder in den Ring

Eine langwierige Handverletzung hatte den schlagstarken Frenkel in den letzten Monaten zurückgeworfen. Im Mai 2008 noch gefeierter Junioren-Weltmeister der IBF, sah Frenkel danach öfter die Ärzte als seinen Trainer Ulli Wegner. "Ich bin froh, dass diese Zeit vorbei ist", hakt der Modellathlet die Vergangenheit ab. "Ich bin wieder da, ich bin fit, und ich greife wieder an", fährt er selbstbewusst fort.

Gegen Cory Phelps gewann Alexander Frenkel 2008 die IBF-Junioren-WM

Sein Leben hat Alexander Frenkel voll und ganz dem Boxsport verschrieben - obwohl er ursprünglich aus einer ukrainischen Musiker-Familie stammt. Die Mutter absolvierte die Klavierschule, der Vater spielte immer und überall Musik. Natürlich hat auch Sohn Alexander Klavierunterricht genossen. "Ich liebe es, zu spielen und ich liebe klassische Musik", schwärmt der 24-Jährige, der in Würzburg aufgewachsen ist. "Das ist schon immer so gewesen. Leider bin ich jetzt als Boxprofi ganz schön aus der Übung. Aber sobald ich in Berlin eine größere Wohnung gefunden habe, kaufe ich mir ein Klavier und nehme wieder Unterricht."

Bisher erkämpfte Alexander Frenkel 15 Siege in 15 Profifights

Bei so viel Talent ist es kein Wunder, dass der Berufswunsch der Eltern wohl anders ausgefallen wäre. Doch Frenkels unbändiger Wille, sich im Kampfsport zu beweisen, hat ihm schon viele Erfolge beschert. "Ich wollte eigentlich schon immer Boxer werden. Bereits mit sieben Jahren ging ich erstmals zum Training. Als ich dann mit zehn nach Deutschland kam, ging das nahtlos weiter", erinnert er sich. Danach kämpfte er für die Würzburger Kickers, den CSC Frankfurt, Ringfrei Mülheim und den 1.FC Nürnberg. Im Jahr 2006 folgte der Wechsel zu den Profis. Innerhalb kürzester Zeit boxte er sich nach ganz oben.

Auch in Düsseldorf will Frenkel den Ring als Sieger verlassen (Fotos: SE)

Außerhalb des Ringes ist Frenkel stets darauf bedacht, etwas für seine Bildung zu tun. "Wenn die Zeit es zukünftig erlaubt, möchte ich nachträglich noch meine Schulbildung aufbessern. Abendschule, Privatunterricht und vielleicht später ein Fernstudium. So in etwa stelle ich mir das vor", sagt Frenkel zielstrebig. Dazu möchte er sich in der Zukunft mit seinen Kampfbörsen einen großen Traum erfüllen. "Ich bin ein Mensch, der überall leben kann. Doch wenn ich genügend verdient habe, werde ich vielleicht meine Koffer packen und dorthin ziehen, wo es warm ist."

Tickets für die Boxgala in Düsseldorf, bei der sich auch der IBF-Weltranglistenerste im Schwergewicht Alexander Povetkin (gegen Jason Estrada) und der EU-Schwergewichts-Champion Francesco Pianeta (gegen Albert Sosnowski) im Ring präsentierten werden, sind im Internet bei www.ticketcorner.com und über die telefonische Hotline 01805 / 10 14 14 (€ 0,14 / min) erhältlich. [H.M.]