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Freitag, 2002-07-19

Forrest will K.o.-Sieg

Im Rückkampf gegen "Sugar" Shane Mosley will Vernon Forrest noch einmal zeigen, dass er zu den besten Boxern aller Gewichtsklassen gehört

Am 20. Juli findet der von vielen Boxsportfans mit Spannung erwartete Rückkampf zwischen dem WBC-Weltmeister im Weltergewicht Vernon Forrest und seinem US-Landsmann "Sugar" Shane Mosley in Indianapolis, USA, statt. Der 31-jährige Champion brachte im Januar diesen Jahres seinem 30-jährigen Kontrahenten dessen erste Niederlage in seiner Boxkarriere bei und entriss Mosley damit den WM-Gürtel des WBC. Mosley galt davor als einer der besten Boxer aller Gewichtsklassen. Forrest möchte mit seinem zweiten, möglichst vorzeitigen Sieg die Öffentlichkeit von seiner besonderen Klasse überzeugen.
Der amtierende Weltmeister gibt sich vor dem Event gegenüber der Presse selbstbewusst und gelassen. Ein K.o.-Sieg wäre für ihn die einzig logische Verbesserung gegenüber dem ersten Kampf, den Forrest überraschend klar dominierte. "Ich bereite mich immer für die ganze Distanz vor. Ich bereite mich immer auf zwölf Runden vor. Sollte es früher zu Ende sein, dann soll es so sein", sagte der Weltergewichtschamp.
Forrest wird von Ronnie Shields trainiert, der auch Mike Tyson auf dessen Kampf gegen Lennox Lewis vorbereitete. Der Champion und sein Team wollten genauso wie Mosley den Rückkampf. "Ich freue mich auf diesen Kampf. Es ist ein Kampf, den wir auf gar keinen Fall verhindern wollten. Wir wollten diesen Kampf. Ich werde mit der selben Einstellung und Mentalität in den Fight gehen, wie ich es beim ersten Mal getan habe, es geht um alles oder nichts", sagte Forrest.
Mosley hatte nach dem Kampf reklamiert, dass er sich von einem Kopfstoß in der zweiten Runde nicht mehr erholt hätte. In der selben Runde musste er etwa eine Minute nach dem Zwischenfall zweimal nach Schlagwirkung zu Boden. Es war das erste Mal in seiner Karriere, dass der frühere Weltmeister zu Boden gehen musste. Doch auch Forrest habe die Wirkung des vorherigen Zusammenstoßes gespürt. Er fühlte sich nach dem unbeabsichtigten Kopfstoß, als wenn er gegen eine eine Wand gelaufen wäre.

Der Weltergewichtsweltmeister des WBC gewährte ungewöhnlicherweise nach seinem klaren Punktsieg über zwölf Runden seinem Gegner einen direkten Rückkampf. Mosley war vor dem Kampf von Boxexperten und vielen Medienvertretern als einer der besten Boxer aller Gewichtsklassen angesehen worden. Mit einem zweiten Sieg über Mosley möchte der ungeschlagene Champion beweisen, dass er nicht nur für die Experten ein ganz großer des Boxsports ist.
"Da gibt es die wahre Boxsportöffentlichkeit und dann die allgemeine Öffentlichkeit. Mein Name hatte schon immer einen guten Klang in der wahren Boxsportöffentlichkeit. Es ist einfach so, dass die allgemeine Öffentlichkeit von den Medien gesteuert wird und so war ich eben für die meisten Medienvertreter im Boxsport nicht auf deren Schirm. Das einzige, was ich tun muss, ist zu beweisen, dass ich besser bin als dieser Kerl [Mosley; die Red.] und dann werde ich mich mit anderem weiterentwickeln", sagte Forrest.