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Freitag, 2003-01-24

Forrest vor großer Aufgabe

Vernon Forrest will nach dem Wochenende Titelträger beim WBC und bei der WBA sein

Am kommenden Samstag kommt es im Pechanga Resort & Casino in Temecula, US-Bundesstaat Kalifornien, zum Vereinigungskampf der Verbände WBC und WBA im Weltergewicht. Dabei stehen sich in der Gewichtsklasse bis 66,678 Kilogramm der WBC-Champion Vernon "The Viper" Forrest aus den USA und der Weltmeister der WBA, der in Nicaragua geborene Ricardo Mayorga, gegenüber.
Noch vor einem Jahr war Forrest selbst für einige Experten der Boxszene eher unbekannt, doch durch seine beiden Siege gegen Shane Mosley im Januar und Juli des letzten Jahres rückte der 32-Jährige im Licht der Öffentlichkeit weiter in den Vordergrund. So erhielt der Weltergewichtler aus dem Bundesstaat Georgia zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen. Hinzu kam ein Vertrag über sechs Kämpfe mit dem amerikanischen Pay-TV-Sender HBO, der dem Athleten Einnahmen in Millionenhöhe bescheren soll.
Somit steigt Forrest nach seinen überzeugenden Siegen über Mosley wohl am Wochenende gegen seinen 29-jährigen Kontrahenten als Favorit in den Ring. Auch sein Kampfrekord ist mit 35 Erfolgen und einem nicht gewerteten Kampf in 36 Profifights makellos. Die Aufgabe gegen Mayorga hielt der WBC-Weltmeister im Vorfeld des Fights für lösbar. "Ich glaube nicht, dass es eine so schwere Aufgabe wird. Tag für Tag habe ich trainiert, seine besten und härtesten Schläge einstecken zu können. Und ich weiß, in welcher Verfassung mein Körper ist. Nun werden wir sehen, welche Art Kinn er hat", äußerte sich Forrest zuversichtlich.
Seine genaue Taktik verriet der Amerikaner vor dem Ringgefecht noch nicht. "Alles, was ich weiß, ist, dass ich gewinnen werde. Wie auch immer, wenn ich siege, ist es großartig. Ich gehe nicht in einen Kampf, um jemanden zu verletzen. Ich habe einen spielplan, den ich umsetzen werde. Ich werde meine Hände bringen, einige Wirkungstreffer erzielen, und dann werden wir sehen, was passiert", sagte Vernon Forrest im Vorfeld des Fights zu seiner Ausrichtung am Samstag.
Sein Kontrahent Ricardo Mayorga sieht in dem Aufeinandertreffen unter anderem eine große Möglichkeit, sich mit einem Sieg noch mehr ins Interesse der Öffentlichkeit zu bringen. Auch er glaubt an einen Erfolg. "Forrest hat nichts, was mich erschrecken kann. Er kann mich nicht ausknocken. Auch nach Punkten hat er keine Möglichkeit, zu gewinnen. Er boxt nicht gegen Mosley, er boxt gegen Mayorga. Er hat noch nie gegen einen Puncher wie mich gekämpft", verkündete der in Costa Rica lebende Weltergewichtler vollmundig.
Mit der Prämie für seinen Kampf will er seine Familie unterstützen, die in seinem Heimatland bisher in ärmlichen Verhältnissen lebt. Unter anderem soll das Geld seinen Eltern, seiner Frau, seinen vier Kindern und seinen fünf Geschwistern zugute kommen. Und ein neues Auto soll bei seinem bisher größten Zahltag auch herausspringen, gab der Athlet zu Protokoll. Damit scheint die Motivation, zu siegen, leicht erklärt.
"Ich werde gewinnen, und dann können meine Familie und mein Land feiern", kündigte Ricardo Mayorga im Vorfeld des Vereinigungskampfes gleich mehrfach einen Erfolg an. Trotz einer bisherigen Bilanz von 24 Siegen und einem Unentschieden aus 29 Kämpfen, scheint sein Widersacher Vernon Forrest aufgrund der besseren Technik allerdings leichter Favorit in diesem Ringgefecht zu sein. Wer den Ring tatsächlich als Sieger verlassen wird, kann nur der Kampf selbst zeigen.