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Donnerstag, 2004-10-07

Foreman-Comeback

George Foreman bekräftigt Comeback-Plan – "Ich will das Abenteuer erleben"

Trotz 60 Millionen weltweit verkaufter George-Foreman-Grills, die für gesundes, fettarmes Essen stehen sollen und ihn zum Multimillionär machten, kann der 55-Jährige nicht vom Boxen lassen.
Am 10. Januar 2005, dem Tag seines 56. Geburtstags, will der ehemalige Schwergewichts-Champion in Las Vegas wieder in den Ring steigen. "Es ist ein Abenteuer, das ich noch mal erleben will", sagte Foreman am Mittwoch bei einem PR-Termin in Frankfurt/Main. Der Gegner müsse unter 30 sein. Mike Tyson sei mit seinen 39 Jahren zu alt. Auch der 34-jährige Ex-Boxer Axel Schulz, gegen den er 1995 nach eigener Aussage zu Unrecht gewonnen hatte, kann dem in Houston lebenden US-Amerikaner somit nicht mehr gefährlich werden. "Er war ein harter Kämpfer", lobte er seinen ehemaligen Kontrahenten aus Frankfurt/Oder.
Das Training hat Foreman bereits aufgenommen. Doch es bleibe noch viel Arbeit, bis "ich gewichtsmäßig wie ein Boxer aussehe. Das größte Problem ist, dass es mir meine Frau nicht zutraut. Darin besteht die Herausforderung", sagte Foreman. Geld sei bei seiner geplanten zweiten Rückkehr in den Ring nicht ausschlaggebend, so die Box-Ikone.
Im Ring schlug sich der Amerikaner in die Geschichtsbücher, als er sich 1994 im Alter von 45 Jahren zum zweiten Mal nach 1973 die WM-Krone im Schwergewicht gewann. Die Wandlung vom Saulus zum Paulus mit der Hinwendung zu Gott, machte 1977 aus dem streitbaren Boxer einen netten Typen und Prediger, der mittlerweile mit seinen "Lean Mean Fat Reducing Grilling Machines" zu einer Werbe-Ikone in den Vereinigten Staaten geworden ist.
Das Leben hat es mit Foremann nicht immer gut gemeint. Er stammt aus ärmlichen Verhältnissen und kam durchs Boxen zu zig Millionen Dollar, die ebenso schnell ausgegeben wie eingenommen waren. Als "ich keine Kohle mehr hatte", musste er zurück in den Ring. Aber er boxte nach dem Comeback anders. Die Gegner wie früher Muhammad Ali, den "ich gehasst habe", waren nach seiner Bekehrung Freunde.
Den Hut zog er vor Deutschlands Box-Legende Max Schmeling. "Er war der Größte aller Zeiten. Wenn er im nächsten Jahr 100 wird, bin ich da", sagte Foreman.