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Mittwoch, 2007-05-09

Floyd: Sieg und Rücktritt

Weder die Zuschauer in Las Vegas noch seinen Vater konnte Floyd Mayweather Jr. überzeugen. Dafür aber die Punktrichter – in einem spannenden Kampf hat der Pretty Boy Oscar De La Hoya den WBC-Gürtel im Halbmittelgewicht entrissen. Am Ende von zwölf temporeichen Runden lag er auf zwei Punktzetteln vorne (116-112 und 115-113), während der dritte Punktrichter das Duell für den Golden Boy wertete (115-113). "Das war einfach für mich", sagte der neue Champion nachher. "Ich hatte viel Spaß im Ring. Er konnte den Besten einfach nicht schlagen."
Obwohl sich Mayweather fast durchgehend im Rückwärtsgang befand, war er es, der mehr und vor allem härter traf. In fast jeder Runde stellte ihn De La Hoya in der Ringecke. Der Großteil seiner Schläge fand dabei aber nicht sein Ziel – zu kompakt war die Verteidigung von Mayweather, der mit geschickten Kontern Punkte bei den Offiziellen landete. "Ich habe den Kampf vorangetrieben", sagte De La Hoya hinterher. "Hätte ich das nicht gemacht, hätte es gar keinen Kampf gegeben. Um den Champion zu besiegen, muss man schon etwas mehr machen."

Der "Pretty Boy" Floyd Mayweather (Foto: Fightnews)
Dieser Ansicht war auch Floyd Mayweather Senior, Vater von Floyd Junior und Ex-Trainer von De La Hoya. "Meiner Meinung nach hat Oscar gewonnen", gab er zu Protokoll. "Er hat mehr geschlagen und war aggressiver. Mein Sohn hatte eine gute Verteidigung und konnte viele Schläge abfangen, aber trotzdem denke ich, dass Oscar genug getan hat, um zu gewinnen."
Wirklich in Bedrängnis brachte der Golden Boy (38-5, 30 KOs) seinen Gegner aber selten, was auch die Schlagstatistik belegt. Lediglich 122 von 507 Schlägen fanden ihr Ziel – zu wenig verglichen mit Mayweather (207 von 481). Auch bei den "Power Punches" lag dieser mit 138-82 vorne.
Konnte De La Hoya am Anfang noch leichte Vorteile für sich aufweisen, dominierte Mayweather das letzte Drittel des Kampfes. Selten ließ er sich zu wilden Schlagabtauschen hinreißen und besann sich auf seine Schnelligkeit sowie seine Fähigkeiten als Konterboxer. Kurz vor Ende der zwölfen Runde prügelten die beiden dann aber doch wild aufeinander ein – um sich nach dem Gong in die Arme zu fallen. "Ich fühle mich nicht als Verlierer", sagte De La Hoya hinterher. "Ich bin zufrieden mit meiner Leistung."
Mayweather (38-0, 24 KOs) sah sich als den klaren Sieger. "Ich bin nicht Supermann. Ich kann nicht jede Runde gewinnen." Unmittelbar nach dem Triumph machte er seine Ankündigung wahr und erklärte seinen Rücktritt. "Ich trete auf dem Höhepunkt ab. Jetzt ist Floyd Mayweather im Box-Ruhestand."