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Samstag, 2002-05-11

Filmluft für "The Lady"

Nach bitterer Pille der Kampfabsage folgte nun der Ruf aus Hollywood

Nachdem die erforderlichen Zahlungen der KirchMedia nicht garantiert werden konnten, sagte die Universum Boxpromotion vor einigen Tagen die anstehen Boxveranstaltungen in Schwerin und Hamburg ab. Die Boxweltmeisterin im Junior-Bantamgewicht, die 30-jährige Daisy Lang, die eigentlich am 25. Mai in Hamburg in den Ring steigen sollte, machte allerdings aus der Not eine Tugend.
Die gebürtige Bulgarin wird in die USA reisen und an der Seite des belgischen Filmstars Jean-Claude van Damme im Film "The Monk" mitwirken. Für die in Düsseldorf lebende Profiboxerin ist der ebenfalls von Jean-Claude van Damme produzierte Streifen schon der zweite größere Ausflug ins Filmbusiness. Sie hatte bereits in der Produktion "The Diver" gemeinsam mit Bentley Mitchum vor der Kamera gestanden und damit ihr Können außerhalb des Boxrings unter Beweis gestellt.
Das Modell, Profiboxer für den Film zu entdecken, scheint damit weiter Mode zu machen. Auch in Deutschland gibt es schon einige prominente Beispiele dafür. So kommt am 22. August der Streifen "Auf Herz und Nieren" in die deutschen Kinos, bei dem der ehemalige Schwergewichtsprofi Axel Schulz in der Rolle von "Hanuszka" an der Seite von Til Schweiger, Xavier Naidoo, Katja Burkard und Mark Keller sein schauspielerisches Können beweist. Schulz, der bereits bei 15 Drehs mitgewirkt hat, wird einige Monate später auch in dem Kinofilm "Mozart" zu sehen sein. In dem Film für Kinder spielt der ehemalige Schützling von Trainer Manfred Wolke dann einen Wrestler.
Auch der von Ulli Wegner trainierte Cengiz Koc hat bekanntlich eine hohe Neigung zum Filmbusiness. Bereits 1994 gab es für den ehemaligen Kickboxer die ersten Engagements als Schauspieler und noch im selben Jahr wirkte er in einer Rolle an der Seite von Heiner Lauterbach in einer Produktion mit. Zunächst spielte der 24-Jährige im Theater Tiyatrom in Berlin auf. Es folgten Rollen in "Alarm für Cobra 11", "Ein starkes Team", "Helicops", "Straßen von Berlin", "Reise in die Nacht" und "Wolffs Revier".
Auch in der Kinoproduktion "Nur aus Liebe" war der in Gronau geborene Koc zu sehen. "Meist musste ich den Bösewicht mimen", sagt der Schwergewichtler Koc lachend und rückblickend auf seine Engagements, "dabei bin ich privat ein ganz lieber Junge, der keiner Fliege was zu Leide tun kann." Cengiz Koc hat sich allerdings jetzt erst einmal auf seine Karriere als Boxprofi eingeschworen. Für den Fortbestand seiner Laufbahn als Schauspieler will sich der gelernte Immobilienkaufmann erst wieder nach seiner aktiven Zeit als Profiboxer engagieren.