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Donnerstag, 2006-04-20

"Es geht um alles"

Klitschko geht zuversichtlich in den Kampf gegen Byrd


Wladimir Klitschko machte sich auf Mallorca fit für den Kampf gegen Chris Byrd

"Es geht um alles." Mit klaren Worten brachte Wladimir Klitschko die Bedeutung des Duells am Sonnabend in der Mannheimer SAP-Arena gegen Schwergewichts-Weltmeister Chris Byrd auf den Punkt. "Chris Byrd ist die Nummer eins, aber ich bin bereit für ihn." Wider Erwarten war die Atmosphäre zwischen den beiden Rivalen bei der Pressekonferenz am Dienstag in Heidelberg recht locker. Dennoch ließ es sich Byrd nicht nehmen, sich gänzlich unbeeindruckt zu zeigen. "Ich weiß, dass ich der Champion bin. Manche denken, ich sei verrückt, in Deutschland zu boxen. Aber ich strotze vor Kraft."
Sticheleien oder gar boshafte Blicke blieben jedoch aus. Während sich beide Boxer über ihre Taktik nicht ausgiebig äußern wollten, fanden sie mit dem Älterwerden allerdings ein gemeinsames Thema. "Ich glaube, dass das Alter zwischen 30 und 40 das Beste ist", meinte Klitschko. "Ich bin es gewohnt, dass man vor dem Kampf von Beerdigungen spricht. Aber damit sollte man vorsichtig sein. Nach dem Kampf kommen all diese Worte wie ein Bumerang zurück", so der 30-Jährige, der sich auf Mallorca auf den Kampf vorbereitete, weiter.
Für den Kampf versprach Byrd eines ganz sicher: "Ich werde nicht die ganze Zeit davonlaufen." Dies, so sagte sein Coach und Vater Joe Byrd, habe er auch nicht nötig. "In Las Vegas haben wir zur Vorbereitung gegen Leute geboxt, die noch größer sind als Klitschko." Während Byrd in 42 Profi-Kämpfen (39 Siege, 2 Niederlagen, 1 Unentschieden) 20 K.o.-Siege feierte, brachte es der zwei Meter große Klitschko in 48 Auseinandersetzungen (45 Siege, 3 Niederlagen) auf 40 vorzeitige Erfolge. Klitschko, der sowohl gegen Corrie
Sanders aus Südafrika als auch gegen Lamon Brewster (USA) K.o.-Niederlagen in WM-Kämpfen hinnehmen musste, stand bereits im Oktober 2000 mit Byrd im Ring. Damals nahm er dem Amerikaner mit einem klaren Punktsieg den Schwergewichtstitel der World Boxing Organization (WBO) ab. Klitschko wies gegenüber der "Sport Bild" indes den Vorwürf Byrds zurück, beim ersten Kampf seine seine Handschuhe manipuliert gewesen. "Seine Vorwürfe sind absurd." Byrd, der nach dem ersten Kampf behauptete, in der Vorbereitung gestört worden zu sein, lobte diesmal hingegen die fairen Bedingungen vor Ort.
Bevor es am Sonnabend in der SAP-Arena zur IBF/ IBO-Weltmeisterschaft im Schwergewichtskampf kommt, steht unter anderem die Europameisterschaft im Mittelgewicht an. Dabei trifft der Sauerland-Boxer Sebastian Sylvester als Titelverteidiger auf den Briten Steven Bendall. Eigentlich war der Kampf gegen Dirk Dzemski vorgesehen – der Magdeburger sagte den Fight gestern jedoch wegen einer Erkältung ab.
Außerdem trifft im Halbmittelgewicht Alexander Abraham auf Marcen Gierke. Im Mittelgewicht stehen sich der Ire Andy Lee und Burhan Aykut aus Deutschland gegenüber. René Dettweiler will sich anschließend im Schwergewicht gegen Toto Mubenga (Kongo) ebenso durchsetzen wie Timo Hoffmann gegen den US-Amerikaner Abraham Okine. Alexander Povetkin bestreitet im Schwergewicht den sechsten Kampf des Abends: Er trifft auf Friday Ahunanya (USA) bevor Oleg Platov in derselben Gewichtsklasse gegen den Briten Colin Kenna antritt. Im Halbschwergewicht war zudem der Kampf zwischen Kai Kurzawa und Enad Licina vorgesehen, der jedoch ebenfalls ausfallen muss.