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Montag, 2008-02-11

Erster Titel für Murat?

Karo Murat in Nürnberg um die "Osteuropameisterschaft"

15 Siege aus 15 Profikämpfen stehen bisher in der Bilanz von Super-Mittelgewichtler Karo Murat zu Buche. Am 16. Februar geht es für den Schützling von Trainer Ulli Wegner erstmals um internationale Titelehren bei den Berufsboxern. In der Arena Nürnberger Versicherung will sich der 24-Jährige gegen den Russen Sergey Kharchenko (26) die derzeit vakante EE-EU-Meisterschaft sichern.

Karo Murat: 15 Profikämpfe, 15 Siege - davon zehn durch K.o.
Der Anreiz, den ersten Titel zu erobern, ist groß. Denn der EE-EU-Gürtel ist das Pendant zur EU-Meisterschaft. Hierbei treffen Athleten aufeinander, die aufgrund ihrer Herkunft Europäer sind, jedoch nicht der Europäischen Union angehören. Bisher waren es meistens Osteuropäer, die dabei gegeneinander antraten. Deshalb wird der Titel in der Umgangssprache auch oft als "Osteuropameisterschaft" bezeichnet.
"Mit einem Erfolg in Nürnberg könnte ich nicht nur den ersten internationalen Titel einstreichen, sondern auch in der europäischen Rangliste der EBU (European Boxing Union) weiter nach vorne rücken. Somit ist das Aufeinandertreffen mit Sergey Kharchenko eindeutig das bisher wichtigste in meiner Profikarriere", weiß Murat, der armenische Wurzeln hat, um den Stellenwert der "Osteuropameisterschaft".

Karo Murat will in Nürnberg die "Osteuropameisterschaft" erobern
Der in Kitzingen aufgewachsene Super-Mittelgewichtler ist sich darüber im Klaren, was am 16. Februar auf ihn zukommt. "Kharchenko stand im Oktober 2006 Danilo Häußler in Kopenhagen gegenüber. Zwar lag er am Ende nicht vorne, doch die Entscheidung war denkbar knapp", erinnert er sich, "Sergey Kharchenko ist ein sehr erfahrener, ausgebuffter Mann, der schon gegen eine Reihe namhafter Leute im Ring stand."
Der Schützling von Erfolgscoach Ulli Wegner bereitete sich akribisch auf den Fight in Nürnberg vor. "Das Training im Berliner Max-Schmeling-Gym verlief sehr konzentriert. Ich hatte bisher äußerst gute Sparringspartner, die der Beweglichkeit und Schlaghärte von Kharchenko sehr nahe kamen", erzählt Karo Murat. Dass der Fight auf zwölf Runden angesetzt ist, bereite ihm daher wenig Sorgen.

Im Oktober 2006 kämpfte Sergey Kharchenko (r.) gegen Danilo Häußler (l.)
"In den letzten vier Kämpfen hatte ich mich ja schon auf die Distanz von acht Runden eingestellt. Ich habe dadurch gelernt, mir die Kräfte gut einzuteilen. Wenn die Kondition stimmt, ist der Rest eigentlich nur noch eine Kopfsache. Ich bin auf zwölf Runden eingestellt und glaube nicht, dass mir die Distanz im kommenden Kampf Probleme bereiten wird", erklärt der aufstrebende Super-Mittelgewichtler.
Zwar halte er persönlich nicht viel von Quervergleichen, doch der nächste Fight sei trotzdem eine gute Möglichkeit, auf sein Potential aufmerksam zu machen. "Mit Emiliano Cayetano habe ich im Dezember einen Gegner vorzeitig besiegt, der zuvor schon mit meinem Teamgefährten Mads Larsen über die Runden gegangen war. Sergey Kharchenko verlangte Danilo Häußler im Jahr 2006 alles ab", so Murat.

Am 29.12. siegte Murat durch technischen K.o. in Runde sieben (Fotos: SE)
"Natürlich habe ich auch deshalb den Ehrgeiz, gut gegen ihn auszusehen. Ich will zeigen, dass ich trotz des jungen Alters in einem Atemzug mit den gestandenen Super-Mittelgewichtlern unseres Teams genannt werden sollte", sagt er. Nürnberg wäre ein gutes Pflaster dafür: "Schließlich habe ich bei den Amateuren auch für den Club geboxt. Sicher werden viele Leute in der Halle sein, die mich von früher her kennen."