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Donnerstag, 2002-11-07

EM: Williams will K.o.

Top-Schwergewichtler Danny Williams sieht EM-Kampf gegen Sinan Samil Sam als Vorbereitung auf WM

Die neue Nummer eins der Rangliste des europäischen Boxsportverbandes EBU, Danny Williams aus England, freut sich auf das baldige Duell gegen den Europameister Sinan Samil Sam aus der Türkei. In einem Interview mit der Internetsite Secondsout erklärte der 29-Jährige, dass er eine Einigung zwischen seinem Promoter und der Universum Box-Promotion, die Sam vertritt, in den nächsten Tagen erwarte. Der Kampf könnte noch im Dezember stattfinden. Der frühere Amateur-Weltmeister Sam hatte sich am 12. Oktober den EM-Titel von Przemyslaw Saleta aus Polen geholt und muss ihn gegen den neuen offiziellen Herausforderer aus Brixton verteidigen.
Williams ist der derzeit zweitbeste Schwergewichtler Großbritanniens hinter Lennox Lewis und will sich als Vorbereitung auf einen WM-Kampf von Sam den EM-Titel holen. Der von Lewis Promoterfirma "Golden Lion Promotions" betreute Athlet mit dem Kampfnamen "The Brixton Banger" hatte vor kurzem einen Kampf in den USA gegen den Südafrikaner Corrie Sanders abgesagt, da das geplante Datum des Duells in den Fastenmonat des gläubigen Moslems gefallen wäre.
"Ich werde mich auch darauf freuen, wenn der Kampf in Deutschland stattfinden sollte. Ich kann es in der Tat kaum erwarten. Der Boxsport ist sehr beliebt in Deutschland – dort gibt es viele Zuschauer in den Hallen und hervorragende TV-Quoten – und ich denke dies wäre eine gute Vorbereitung für mich auf einen Kampf um einen Welttitel: Ein harter Gegner, vor einem großen Heim-Publikum, weit weg von zuhause", glaubt Williams.
Williams: Sam besser als viele britische Top-Boxer
Über seinen Gegner, den früheren Amateur-Weltmeister aus der Türkei, sagte die Nummer sieben der WBO-Weltrangliste: "Was ich über den Kampf gegen Saleta gelesen habe, war, dass der Pole bis zu seinem K.o. in Führung lag. Ich denke Sam ist eine Stufe höher als die britische Top-Klasse, aber ich habe keine Angst, in seiner Wahlheimat Deutschland gegen ihn anzutreten."
Hinsichtlich des Heimvorteils für Sam weiß der 29-jährige Britische und Commonwealth-Champion, der in seiner Karriere in 28 Kämpfen erst eine Niederlage (1999 gegen seinen Landsmann Julius Francis) einstecken musste, allerdings, dass er deutlich und klar überlegen boxen muss: "Ich werde ihn ausknocken müssen. Ich weiß das. Ich erwarte keine Geschenke von den Deutschen, insbesondere in Anbetracht dessen, dass der Promoter große Hoffnungen in Sam setzt. Ich weiß, dass ich in gebührend mit heftigen Schlägen eindecken muss, um zu gewinnen, und darauf werde ich mich vorbereiten."
Ursprünglich wollte Williams nach seiner Kampfabsage gegen Sanders als nächstes am 25. Januar in Las Vegas wieder in den Ring steigen. Gegner sollte dann entweder Ray Mercer aus den USA oder eben Corrie Sanders sein. Der Kamf hätte im Rahmen der WBC-WM-Titelverteidigung im Weltergewicht von Vernon Forrest und dem IBF-WM-Kampf im Cruisergewicht zwischen Champion Vassili Jirov und James Toney stattfinden sollen. Ob der Brite nun an dem Termin weiter festhält, ist noch ungewiss. Williams hatte noch vor kurzer Zeit einen Aufbaukampf im Dezember vor dem Duell in den USA angekündigt. Ob er allerdings einen EM-Kampf damit meinte, ist eher unwahrscheinlich.