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Samstag, 2005-06-25

EM-Kampf für Tsypko

EM im Super-Mittelgewicht – Ein Duell der Rechtsausleger

Der Kampf um den Europameistertitel stand für Vitali Tsypko (29) schon eine Weile fest. Ursprünglich sollte er Titelträger Rudy Markussen herausfordern, doch der Däne laboriert seit seinem Kampf gegen Danilo Häußler vor einem Jahr an einer Handverletzung. Nun boxt Tsypko um den vakanten Titel - Gegner ist Brian Magee (30) aus Nordirland. Ein Duell der Rechtsausleger – für beide eine Ausnahmesituation.
Rechtsausleger stehen "verkehrt", das heißt: in der Grundstellung schieben sie das rechte Bein und damit die rechte Körperseite nach vorn. In den USA ist das verpönt - Anfänger werden im Gym sofort "umgedreht". Ein "southpaw" gilt in den USA als defensiver und sperriger Boxer.


Vitali Tsypko
Tsypko vs. Magee verspricht dennoch ein interessanter Kampf zu werden, denn der Ukrainer hat brillante boxerische Fähigkeiten, und sein Gegner ist ein wilder K.O-Schläger. Der Mann aus Belfast gewann 16 seiner 24 Kämpfe vorzeitig. Unter seinen "Opfern" findet man prominente Namen wie Jerry Elliott oder Ex-Weltmeister Hacine Cherifi. Bis zu seiner Punkt-Niederlage im Juni 2004 gegen Robin Reid verteidigte er siebenmal den WM-Gürtel der weniger bedeutenden IBO.
Im Gegensatz zum Straßenkämpfer Magee wurde Tsypkos Box-Stil von den gut ausgebildeten Trainern des ehemaligen sowjetischen Olympia-Stützpunktes geprägt. Er kommt auf der Innenbahn mit langen blitzschnellen Händen zum Ziel. Der Ukrainer geht kein Risiko ein. Konditionell stets in Bestform, blieb er mit seiner nahezu perfekten rechten Führhand und einer lehrbuchreifen Defensivarbeit seit 16 Kämpfen ungeschlagen. Nur das Duell gegen den mittlerweile zum IBF-Champion aufgestiegenen Jeff Lacy im Juni 2004 musste ohne Wertung abgebrochen werden. Tsypko hatte sich damals nach zwei Runden an der Schlaghand verletzt.
Obwohl Tsypko mit 15 Jahren verhältnismäßig spät zum Boxen kam, zählt er zu den ganz großen Talenten im Sauerland-Team: "Ich bin überzeugt, dass er in kürzester Zeit Weltmeister werden kann", schätzt Sauerlands Matchmaker Hagen Doering ein. Wie schnell es nach oben geht, hat der Super-Mittelgewichtler am 16. Juli in Nürnberg selbst in der Hand.
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