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24.03.2017
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Vor Weltmeisterschaft in Potsdam halten sich Hauptkämpfer zurück

Zeuge bleibt bescheiden

WBA-Weltmeister ist mit dem zufrieden, was er hat - auch nach WM-Sieg!

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Dienstag, 2005-11-15

EM-Fight für Tsypko

Tsypko vs. Chanet - EM im Super-Mittelgewicht am 18.11.05


Vitaly Tsypko vs. Brian Magee - EM im Super-Mittelgewicht
Ursprünglich sollte Sauerland-Kämpfer Vitali Tsypko am 16. Juni 2005 in Nürnberg den damaligen Europameister Rudy Markussen herausfordern. Doch den 27 Jahre alten Dänen hatte eine Handverletzung außer Gefecht gesetzt, die er sich ein Jahr zuvor im Kampf gegen Danilo Häußler zugezogen hatte. Das Duell der Rechtsausleger gegen den für Markussen aufgerutschten Nordiren Brian Magee (30) konnte der Ukrainer für sich entscheiden.
Der Sieg über Magee machte Tsypko nicht nur zum Europameister im Super-Mittelgewicht - er stieg auch in der Weltrangliste der World Boxing Association auf Rang zwei, womit er sich für einen WM-Ausscheidungskampf gegen die Nr. 3 der WBA, Jackson Chanet, qualifizierte. Wer nun dem dänischen Weltmeister Mikkel Kessler (26) auf den Pelz rücken wird, entscheidet sich am 18. November in Chanets Heimatstadt Saint-Dizier.

Jackson Chanet als Co-Kommentator
Der Franzose Chanet konnte sich bereits ein genaues Bild von Tsypkos Kampfstil machen. In Nürnberg kommentierte der 27jährige den Sieg des Ukrainers live für das französische Sportfernsehen. "Der Bessere hat gewonnen. Tsypko ist sehr variabel und lässt seinem Gegner keine Ruhepausen. Auch seine Deckung ist sehr solide. Er wird mein bisher stärkster Gegner", so Chanets Fazit nach 12 Runden.

Jackson Chanet, Vitaly Tsypko gegen Brian Magee
Auch wenn sich der Franzose in seiner Heimat einen Namen als Puncher machen konnte, blieb er international trotz seiner 25 Siege (15 Knockouts) eher unbekannt. Anders sein Gegner aus dem Sauerland-Stall. Der Rechtsauleger mit der erbarmungslosen Führhand ist weit über die Grenzen seiner Heimatstadt Dnepropetrowsk bekannt.
Tsypkos Box-Stil ist von der klassischen "Russische Schule" geprägt. Er kommt auf der Innenbahn mit langen schnellen Händen zum Ziel, geht kein Risiko ein. Konditionell ist er stets in Bestform, mit einer perfekten rechten Führhand und einer lehrbuchreifen Defensive seit 17 Kämpfen ungeschlagen.
Nur der Kampf im Juni 2004 gegen den mittlerweile zum IBF-Champion aufgestiegenen Jeff Lacy musste ohne Wertung abgebrochen werden. Tsypko erlitt nach einem Zusammenstoß mit dem Kopf seines Gegners eine Risswunde über dem Auge und musste nach zwei Runden aus dem Ring genommen werden.

Vitaly Tsypko
Obwohl Vitaly Tsypko mit 15 Jahren verhältnismäßig spät zum Boxen kam, zählt er zu den ganz großen Talenten im Sauerland-Team: "Ich bin überzeugt, dass er Weltmeister werden kann", schätzt Sauerlands Matchmaker Hagen Doering ein. Wie schnell es nach oben geht, hat der Super-Mittelgewichtler in Frankreich nun selbst in der Hand.