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Freitag, 2003-05-09

Dzemski behielt Oberhand

Dirk Dzemski siegte gegen Kippy Warren, Malik Dziarra schlug Jairo Siris

In der mit etwa 3.200 Zuschauern gefüllten Anhalt-Arena in Dessau standen sich am Samstagabend der als Profi ungeschlagene Mittelgewichtler Dirk Dzemski aus Glauzig und der Amerikaner Kippy Warren im Fight um den vakanten NBA-Weltmeistertitel gegenüber. Nach einem dramatischen Kampf sahen die Punktrichter den 29-jährigen Deutschen einstimmig nach Punkten vorne. Richard Muolo aus den USA wertete 117:110, Walfried Rollert aus Potsdam mit 115:112 und Arno Pokrandt aus Köln mit 116:111 für Dzemski, der damit seinen 17. Sieg feiern konnte.
Den besseren Anfang in der Auseinandersetzung zweier gut vorbereiteter Kontrahenten hatte der Amerikaner. Der zunächst nervös wirkende Warren kam sehr selbstbewusst aus seiner Ecke und suchte nach dem ersten Abtasten zu Beginn des Aufeinandertreffens ab der zweiten Runde die Offensive. Der 32-Jährige attackierte Dzemski in dieser Phase, doch dieser konterte mit einigen linken Händen, um Warren auf Distanz zu halten. Im dritten Durchgang folgten dann starke Kombinationen des Mittelgewichtlers aus Toledo. Mit einer Reihe von Wirkungstreffern rief er einen schweren Cut über dem rechten Auge von Dzemski hervor.
Ab der vierten Runde machte dieser mehr Tempo und brachte die härteren Schläge und genaueren Treffer ins Ziel. Auch wenn der durch seinen Cut schwer gezeichnete Dirk Dzemski die größere Explosivität besaß, musste er sich immer vor seinem Gegner in Acht nehmen. Diese nutze jede Chance, seinerseits seinen rechten Punch zu platzieren. Immer wieder gelang es dem Amerikaner, seinen deutschen Kontrahenten auf Distanz zu halten und erst einmal geschickt zu klammern. Genau dieses führte dann aber in der elften Runde zu einer Verwarnung durch Ringrichter Brian Garry aus den USA. Die Punktrichter honorierten die starke Schlussphase von Dirk Dzemski in einem sehr spannenden, knappen Kampf und erklärten den Deutschen zum Sieger.
In einem weiteren Hauptkampf des Abends sicherte sich Malik Dziarra aus Magdeburg den IBF-Incontinental Titel im Super-Mittelgewicht. Er bezwang den 32-jährigen Jairo Siris verdient mit zweimal 119:108 und 115:112 Punktrichterstimmen einstimmig. Dziarra setzte seinen kolumbianischen Gegner von Beginn an unter Druck und brachte immer wieder seine Rechte wirkungsvoll ins Ziel. Auch der linke Haken des in Gorki geborenen Super-Mittelgewichtlers hinterließ einige Male Wirkung und brachte Siris in der siebten Runde in enorme Bedrängnis. Der in der vierten Runde wegen Kopfstoßens verwarnte Kolumbianer konnte seine konditionellen Vorteile zum Ende des Kampfes nicht mehr ausreichend ausspielen. Der 28-jährige Dziarra erzielte im achten Profikampf den achten Sieg und dürfte durch den Titelgewinn in der IBF-Weltrangliste einige Plätze nach oben rücken.
In weiteren Kämpfen des Abends besiegte in Dessau Lukas Konecny den Tschechen Patzik Hduska mit einem einstimmigen Punktsieg im Halbmittelgewicht. In der gleichen Gewichtsklasse behielt Mazem Girke in seinem Profidebüt gegen Cukur Uluk nach Punkten die Oberhand. Robert Stieglitz schlug im Halbschwergewicht Pavel Cirkok durch technischen K.o. in Runde vier, André Mewis aus Berlin besiegte seinen Kontrahenten Pavel Habr einstimmig nach Punkten. Im Bantamgewicht gewann der ehemalige Europameister im Fliegengewicht, David Guerault aus Frankreich, gegen den Ungarn Ferenc Kaffka durch technischen K.o. in der zweiten Runde und baute seinen Kampfrekord auf 26 Siege aus 27 Kämpfen aus.