Deutsch English
23.05.2013
Top-Thema

Kessler souverän, Froch...

Pressekonferenz in London ohne verbale Tiefschläge - Kontrahenten respektvoll!

Huck vs. Afolabi III...

Schon beim zweiten Fight im letzten Jahr überschlugen sich die Experten vor Lob

Top-Video
Video ansehen

 

 

NEWS
Sonntag, 2012-09-16

Doppelter K.o. bei Gerber-Sieg

Edmund Gerber

Erneut Siegreich: Edmund Gerber (Fotos: Photo Wende)

Krachende Rechte entscheidet zuvor ausgeglichenen Schwergewichts-Fight

Ein wahrlich seltenes Schauspiel bot sich den Zuschauern am Samstag in der Stechert Arena in Bamberg. Innerhalb weniger Sekunden ging nicht nur einer der Boxer zu Boden, sondern auch der Ringrichter.

Doch der Reihe nach: Schwergewichtler Edmund Gerber bewahrte seine weiße Weste und gewann auch seinen 21. Profikampf. Gegen Michael Sprott startete er allerdings etwas lethargisch und ließ den Gegner zunächst das Tempo des Kampfes diktieren. Viel zu häufig fand die Führhand des Briten anfangs ihr Ziel, welches zu einer Cutverletzung über dem Nasenbein beim 24-jährigen Schwergewichtstalent aus Schwerin führte. Man hatte jedoch das Gefühl, Gerber würde nur auf die richtige Gelegenheit warten, seine rechte Schlaghand ins Ziel zu bringen.

In Runde vier brachte er diese dann krachend zum Einsatz, so dass sein 13 Jahre älterer Gegner zu Boden ging. Sprott, der sichtlich benommen wieder auf die Beine kam, war bereit, das Gefecht fortzusetzen. Doch Ringrichter Gerhard Sigl aus Österreich sah dies anders. Er befand, dass der Brite nach 2:41 Minuten des Durchgangs kampfunfähig sei und beendete den Kampf vorzeitig. Nun begann quasi sofort der nächste, allerdings ungeplante Kampf des Abends. Denn der unterlegene Sprott war mit der Entscheidung des Referees alles andere als zufrieden.

Zuerst bekundete der Brite seinen Unmut verbal. Der Ringrichter aus Österreich war bemüht, ihm die Situation zu verdeutlichen. Doch das Reden half nicht. Schließlich ließ sich der geschlagene Schwergewichtler aus Reading zu einem Schupser hinreißen, so dass der Ringrichter zu Boden ging - quasi der zweite K.o. des Abends. Die Situation wurde glücklicherweise umgehend entschärft. Der Engländer entschuldigte sich bei allen Belteligten, allen voran natürlich beim Ringrichter.