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Montag, 2003-10-13

DM: Schulze oder Thiele?

In der Ofen-Stadt-Halle in Velten wird es am Wochenende hoch hergehen

Wenn es am Wochenende in der Ofen-Stadt-Halle im brandenburgischen Velten, nördlich von Berlin, um den vakanten Deutschen Meistertitel im Halb-Mittelgewicht geht, steht den Boxsportfans ein interessantes Aufeinandertreffen bevor. Die besondere Brisanz in dem Kampf am kommenden Samstag liegt dabei in den völlig unterschiedlichen Voraussetzungen und Einstellungen, mit denen beide Athleten in den Ring steigen werden.
Der Veltener Lokalmatador Marco Schulze, der erst acht Profikämpfe bestritt, strotzt vor seinem ersten Titelkampf nur so vor Selbstbewusstsein. "Ich bin hervorragend auf Danny Thiele eingestellt. Ich habe dieses Mal in der Vorbereitung sehr viel mehr Sparring gemacht und war sogar im Höhentrainingslager. Mein Punch ist stärker als der von ihm und seine letzten Leistungen haben mich nicht gerade überzeugt", erklärt der 26-Jährige.
Aufgeregt ist der 1,70 große Athlet nicht. "Vielleicht kommt das noch, aber im Moment habe ich eher das Gefühl, dass ich es gar nicht mehr abwarten kann, in den Ring zu steigen. Mein Ziel ist es, Deutscher Meister zu werden. Ob ich dabei vorzeitig gewinnen kann oder der Kampf über die Runden geht, ist mir völlig gleich. Die Ofen-Stadt-Halle wird am Samstag sicher voll sein. Deshalb kann ich auch mit der Unterstützung der Zuschauer rechnen", gibt sich der von Werner Papke und Gene Pukall trainierte Veltener siegessicher.
Der Berliner Danny Thiele hingegen sieht sich in der Favoritenrolle. "Ich muss mich nicht speziell auf Marco Schulze einstellen. Ich habe häufig gegen kleinere Leute geboxt. Ich weiß damit umzugehen", präsentiert sich der 26-jährige Halb-Mittelgewichtler optimistisch. "Er wird vor eigenem Publikum angreifen und sich auspowern. Dann werden wir sehen, was passiert. Ich bin physisch stärker und habe die größere Erfahrung. Außerdem war ich schon Deutscher Meister im Halb-Mittelgewicht", fährt er fort.
Welche Perspektiven sich durch einen Sieg ergeben würden, will der Schützling von Trainer Eckhard Lange allerdings nicht beantworten. "Ich mache erst einmal diesen Kampf. Was danach kommt, darüber denke ich ab Sonntag nach. Ich lasse mich nicht verrückt machen. Schließlich will ich ja vor dem Kampf noch in Ruhe schlafen können", sagt der an Reichweite überlegene Berliner, der bereits 35 Profikämpfe absolvierte, schmunzelnd. Die Zuschauer in Velten können sich auf jeden Fall auf ein interessantes Ringgefecht freuen.