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Sonntag, 2008-08-24

Dettweiler vs. Koc

Spannendes Stallduell im Schwergewicht

Besonders den Schwergewichtsfans steht am 30. August in Berlin ein spannender Abend bevor: Denn neben der WBA-Weltmeisterschaft zwischen Nikolai Valuev und John Ruiz sowie der EU-Meisterschaft mit Francesco Pianeta dürfen sich die Zuschauer auf ein brisantes Stallduell freuen. Rechtsausleger René Dettweiler trifft in der Max-Schmeling-Halle auf Cengiz Koc. Beiden Kontrahenten räumen die Experten im Vorfeld gleichermaßen gute Siegchancen ein. In der Vergangenheit waren beide zwar nicht immer in der Lage, ihr Potential voll und ganz abzurufen, doch der direkte Vergleich wird zeigen, wer mit einem Erfolg die besseren Weichen für die Zukunft stellt.

Cengiz Koc trifft in Berlin auf René Dettweiler (Fotos: www.tanello.de)
Wenn es nach René Dettweiler geht, wird er aus dem Duell gegen Koc als Sieger hervorgehen. "Ich bin der Bessere", sagt er selbstbewusst. Deshalb wolle er sich die Sache auf keinen Fall aus der Hand nehmen lassen. Nachdem sich der in Lübz geborene Schwergewichtler im Oktober letzten Jahres einen Mittelhandbruch in der Schlaghand zugezogen hatte, stand er am 12. April erstmals nach längerer Pause wieder im Ring. Dabei bezwang er im Jahnsportforum in Neubrandenburg den unbequemen Russen Daniel Peret einstimmig nach Punkten. Doch so richtig glänzen konnte er nicht.
Danach wechselte Dettweiler aus Frankfurt (Oder) nach Berlin. Hier wird er von Otto Ramin trainiert, der den deutschen Schwergewichtler bereits zwischen 1999 und 2002 bei den Amateuren unter seinen Fittichen hatte. "Ich habe Herrn Wolke eine Menge zu verdanken, er hat mich zu den Profis geholt. Den Wechsel zu Otto Ramin sehe ich als Neuanfang. Er passt von der menschlichen Seite besser zu mir und gibt mir neues Selbstbewusstsein. Deshalb glaube ich, dass ich zukünftig nicht mehr so verkrampft in meine Kämpfe gehe und besser in der Lage bin, meine Leistung abzurufen", erzählt der 25-jährige Dettweiler.

René Dettweiler besiegte zuletzt den Russen Daniel Peret (Foto: SE)
Cengiz Koc stand zuletzt im November 2006 im Ring. Damals unterlag er in Mülheim an der Ruhr in einem spannendem Kampf Timo Hoffmann. Es war seine dritte Niederlage im 26. Profikampf. Zunächst hatte der inzwischen 30-Jährige noch im Ring seinen Rücktritt verkündet. "Das Ergebnis schmerzte natürlich. Danach musste ich mich erst einmal neu motivieren", sagt Koc heute. Ursprünglich war das Comeback des Schwergewichtlers bereits für den Mai letzten Jahres geplant. Doch Verletzungsprobleme und Absagen der Gegner machten ihm zunächst einen Strich durch die Rechnung. Trotz aller Widrigkeiten gab er nicht auf.
Nach der Trennung von Coach Ulli Wegner bestritt er die Vorbereitung auf den 30. August überwiegend in einem Ernährungsinstitut und Trainingszentrum in Köln. "Zunächst stand der Fettabbau im Vordergrund. Später lagen die Schwerpunkte im Kraft- und Ausdauerbereich", erzählt Koc. Seine 21-monatige Wettkampfpause bereite ihm keine Sorgen. "Ich habe ja fast immer trainiert. Außerdem standen schon einige Sparrings auf dem Programm." Mit zu optimistischen Prognosen will sich der inzwischen von Oktay Urkal trainierte Schwergewichtler allerdings zurückhalten. "Ich möchte meine Antworten lieber im Ring geben", so Koc.

Der Berliner Cengiz Koc erboxte bisher 23 Siege in 26 Profifights (Foto: SE)