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24.03.2017
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Dienstag, 2007-05-01

De La Hoya vs. Mayweather

Familienzoff bei den Mayweathers

Ganz Amerika fiebert dem 5. Mai entgegen. In Las Vegas kommt es am Samstag zum Duell der Giganten - Oscar De La Hoya trifft auf Floyd Mayweather Junior. Das Duell um die WBC-Krone im Halbmittelgewicht könnte der teuerste Kampf aller Zeiten werden. $112 Millionen Dollar will der amerikanische Fernsehsender HBO mit dem Spektakel verdienen. Genügend Gesprächsstoff bietet das Aufeinandertreffen allemal.
Da wäre auf der einen Seite der Rekordweltmeister De La Hoya, der als erster Boxer in sechs verschiedenen Gewichtsklassen den WM-Titel holte. 38 seiner 42 Kämpfe hat er gewonnen, davon 30 durch KO. In den USA gilt er als Publikumsmagnet. Nicht selten hat er Kampfbörsen bezogen, die sonst nur Superstars wie Mike Tyson und Lennox Lewis vorbehalten waren. Am Samstag wird er jedoch ohne seinen etatmäßigen Trainer auskommen müssen. Gegen seinen eigenen Sohn wollte Floyd Mayweather Senior dann doch nicht antreten - jedenfalls nicht für weniger als $2 Millionen Dollar. Das war De La Hoya allerdings zu viel. Er engagierte nach zweiwöchiger Bedenkzeit Freddie Roach. "Welcher Vater möchte schon, dass sein Sohn verliert. Natürlich keiner. Es sei denn, er ist verrückt", konnte De La Hoya die Entscheidung seines früheren Trainers verstehen.

Floyd Mayweather Senior wird Oscar De La Hoya am Wochenende nicht betreuen (Foto: Fightnews).
Ob das die Stimmung im Hause Mayweather nachhaltig verbessert hat, darf bezweifelt werden. Seit Jahren gilt das Vater-Sohn-Verhältnis als zerrüttet. Der Trainer-Job bleibt aber trotzdem in der Familie: Roger Mayweather, der Onkel von Floyd Junior und Bruder von Floyd Senior, wird den ungeschlagenen 30-Jährigen am Samstag betreuen. Fast sah es nach einer Wiedervereinigung aus. Weil Roger noch eine Haftstrafe absitzen musste, betreute Floyd Senior seinen Sohn zu Beginn des Training Camps. Am 11. März aber kam Roger frei und übernahm die Leitung. Kurze Zeit später wurde Floyd Senior degradiert - und die internen Streitigkeiten begannen von vorne. "Mein Bruder und mein Sohn lügen die ganze Zeit", beschwerte sich Floyd Senior unlängst, während Roger nachlegte. "Ich habe Floyd Junior zu dem gemacht, was er ist."
Familienstreitigkeiten hin oder her - ihr Schützling schoss sich im Vorfeld des Kampfes schon einmal auf seinen Gegner ein. "De La Hoya nennt sich einen zehnmaligen Champion, aber das war er nie. Er war auch nie ein wahrer Champion in sechs Gewichtsklassen", zürnt Floyd Junior. "Er wurde während seiner ganzen Karriere in Schutz genommen. Seine Titelkämpfe waren nie gegen die wirklichen Champions. Seine größten Siege hat er gegen Leute eingefahren, die entweder am Ende ihrer Karriere standen oder nicht in ihrer Gewichtsklasse geboxt haben."