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24.03.2017
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Pressekonferenz vor Zeuge-WM

Vor Weltmeisterschaft in Potsdam halten sich Hauptkämpfer zurück

Zeuge bleibt bescheiden

WBA-Weltmeister ist mit dem zufrieden, was er hat - auch nach WM-Sieg!

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NEWS
Sonntag, 2004-09-19

De la Hoya in 9. Runde K.o.

Bernard Hopkins gewinnt Titel von IBF, WBC, WBA und WBO

Bernard Hopkins beendete, in der Nacht zum 19. September in Las Vegas, mit zwei vernichtenden linken Körperhaken den Megafight gegen Oscar De La Hoya, in der neunten Runde.
De La Hoya wurde, mit schmerzverzerrtem Gesicht am Boden kniend, nach einer Minute und 38 Sekunden der neunten Runde, von Ringrichter Kenny Bayless ausgezählt.
Dabei hatte er gut begonnen. Die ersten drei Runden dominierten die Körpertreffer des 31-Jährigen, die er mit einer hohe Schlagfrequenz anbrachte. Während Hopkins in bekannter Manier nicht mehr als nötig tat. Der 39-Jährige gab sich vor 17.000 Zuschauern damit zufrieden, den kleineren Mann auf Abstand zu halten und vereinzelte Schläge abzufeuern.
Nach sechs Runden wurde De la Hoya schwächer. Auf dieses Signal schien Hopkins gewartet zuhaben. Lautstark unterstützt von Trainer und Vaterfigur Bouie Fischer, nahm Hopkins den Kampf auf. Der "Scharfrichter" begann erstmals Kombinationen zu schlagen und landete schwere Treffer.
Die Weltmeister mussten jedoch schwer arbeiten, um ihre Schläge ins Ziel zu bringen: Abwehren, Blockieren, Gleiten - die defensive Arbeit von Hopkins und De la Hoya war lehrbuchreif.
De la Hoya kämpfte mit dem Herz eines Weltmeisters und feuerte auf jede Salve Hopkins’ furchtlos zurück.
Acht Runden lagen beide Kopf an Kopf, als sich Hopkins’ linker Haken in die Organe des "golden boy" bohrte.
Zu diesem Zeitpunkt sahen zwei Punktrichter Hopkins mit 79-73 und 78-74 in Führung, der Dritte hatte De la Hoya mit 77-75 Punkten vorn.

De La Hoya, reagierte auf seine vierte Niederlage in 41. Profikampf, am Boden kniend, verzweifelt mit den Handschuhen auf die Bretter schlagend.
Wieder auf den Beinen, schien der "golden boy" gefasst: "Ich bin stolz auf meine Leistung. Glauben Sie mir, ich habe versucht aufzustehen. Aber ich konnte nicht. Es war ein unglaublicher Treffer und er traf punktgenau. Nach meinem "Kampfplan" wollte ich mich außerhalb der Reichweite seiner Rechten bewegen und es funktionierte. Ich lieferte einen guten Kampf, aber dann erwischte er mich. Er ist der beste Mittelgewichtler der Welt. Ich versuchte das Unmögliche und bin stolz auf mein Performance."
"Ich war mir nicht sicher ob ich gewinne oder verliere," gab Hopkins später zu. "Ich wollte jedem zeigen, dass ich boxen kann. Es war mein Plan trotz Extra-Speed meine Power zu behalten. Ich wusste, dass ich ihn ausboxen kann und das habe ich. Aber er überraschte mich indem er viele Geraden schlug. Er landete damit eine Menge Punkte.
Dann bemerkte ich, dass er langsamer wurde, durchatmete. Ich setze mein Gewicht dagegen, drücke ihn zurück. Aber er boxte wie der ausgekochte Sohn eines Maschinengewehrs. Er glitt herum und hielt mich lang genug. Aber ich stieß ihn fort und schoss, mit links einen perfekten Körpertreffer auf die Leber, ab. Ich hörte wie Urgh die Luft aus ihm wich."
Hopkins ist der erste Boxer der alle vier Mittelgewichtstitel von IBF, WBC, WBA und WBO auf sich vereint. Neben der Siegprämie in Höhe von zehn Millionen Dollar, ist er seit nunmehr elf Jahren ungeschlagen.
De la Hoya, der seinen letzten Profikampf bestritt, entkräftete Gerüchte, nach denen eine Handverletzung den Kampfverlauf beeinflusst hätte.