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Dienstag, 2004-10-26

Comeback Häußler

Supermittelgewichtler Danilo Häußler gibt im Tempodrom sein Comeback

Er hatte gekämpft wie ein Löwe – am 24. Juli 2004 in Frankfurt (Oder). Danilo Häußler unterlag in einem bis zum letzten Gongschlag Nerven aufreibenden Kampf gegen den Dänen Rudy Markussen nach Punkten, konnte in der Brandenburghalle, den zu diesem Zeitpunkt vakanten Europameistertitel im Supermittelgewicht, nicht gewinnen.
Trotz der Niederlage war sein Manager Wilfried Sauerland, damals voll des Lobes. "Ich ziehe den Hut vor Danilo", sagte Sauerland, "obwohl er zweimal am Boden war hat er sich nicht aufgegeben und bis zum Schluss versucht, den Kampf herumzureißen. Danilo ist ein wahrer Kämpfer. Es wird mit ihm weitergehen."
Genau drei Monate danach gibt Danilo Häußler (25 Kämpfe, 23 Siege) als zweiter Hauptkämpfer am 23. Oktober im Berliner Tempodrom sein Comeback. In einem Kampf über acht Runden stellt er sich dem starken Südafrikaner Ruben Groenewald (24 Kämpfe, 18 Siege, 3 Unentschieden).
"Mir geht es wieder richtig gut", sagt der Wolke-Schützling, "ich freue mich darauf, wieder in den Ring steigen zu können." Vergessen sind die Blessuren des letzten Kampfes. Wie auch sein Trainer Manfred Wolke bestätigt. "Eine Niederlage ist zwar schmerzhaft. Aber in diesem Fall war sie absolut ein Gewinn. Danilo hat aus seinen Fehlern gelernt, wie ich in den Sparringrunden feststellen konnte."
Manfred Wolke hat mit Danilo Häußler in den letzten Wochen hart gearbeitet. "Zuerst gab es viele Gespräche", sagt der Coach, "und dann sind wir in die Details gegangen. Danilo boxte zu durchsichtig für den Gegner. Er muss seine Angriffe besser vorbereiten und seine Schläge mehr verschleiern. Dabei darf auch die Verteidigung nicht leiden. Es kann nicht sein, dass Danilo so viele harte Treffer hinnimmt."
Häußler boxt offensiv und damit attraktiv. Aber auch er weiß, dass er viel mehr mit Übersicht boxen muss. "Ich muss mich halt mehr disziplinieren und darf mich künftig nicht auf eine Schlägerei einlassen", meint Häußler, "ich hoffe, dass ich gegen Groenewald geschlossener bleibe und mit gezielten Aktionen den Kampf diktiere." Der Südafrikaner ist in den Augen von Wolke genau der richtige Mann, um Häußler zu testen. "Groenewald ist eine Standortbestimmung. Ein technisch und auch konditionell guter Boxer, der Danilo einiges abverlangen wird. Er geht von Beginn an ein hohes Tempo und hält das auch bis zum Schluss durch. Wenn Danilo konzentriert vorgeht und all das, was wir in den letzten Wochen erarbeitet haben, umsetzt, sollte er den Kampf für sich entscheiden."
Und dann wäre bei einem Erfolg die Chance wieder da, erneut um den EM-Titel zu boxen." Denn Manager Sauerland meint: " Danilo hat ein Leistungspotential, mit dem er absolut in der Weltspitze mitmischen kann. Deshalb sehe ich bei einem Sieg am Samstag gute Möglichkeiten, dass er bald wieder die Chance auf einen Titelkampf hat."
Infos zu Danilo Häußler finden Sie hier!