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Freitag, 2016-09-23

Cleverly glaubt an Sieg!

Nathan Cleverly

Der Waliser Cleverly will Weltmeister werden (Foto: Public Address)

"Unheimliche" Fakten machen Herausforderer Mut vor WM gegen Brähmer

Für Nathan Cleverly kann der 1. Oktober nicht schnell genug kommen! Mehr als fünf Jahre nachdem das erste angesetzte Duell gegen Weltmeister Jürgen Brähmer platzte, kommt es für den Waliser jetzt endlich zum ersehnten Wunsch-Fight! Welche Fakten, laut dem 29-jährigen Herausforderer, alle für ihn sprechen und wieso es daher seine Bestimmung ist, den Ring des Jahnsportforums als Sieger zu verlassen, erklärt Cleverly hier im Interview.

Nathan Cleverly, es hat lange gedauert, doch am 1. Oktober ist es endlich soweit und Sie stehen Jürgen Brähmer im Kampf um die Weltmeisterschaft gegenüber. Wie fühlt sich das an?

Nathan Cleverly: Das ist ein echt langer Anlauf für einen WM-Kampf. Es fühlt sich wie eine Bestimmung an, dass wir nun aufeinandertreffen. Ich bin zwar kein gläubiger Mensch, aber alles hat seinen Grund. Ich denke, dass nun der Moment gekommen ist, der Welt zu zeigen, wer von uns beiden der Bessere ist.

Gehen wir doch einmal kurz zurück. Wie ging es Ihnen 2011, als Sie von der Absage Brähmers erfahren haben?

Nathan Cleverly: Gelinde gesagt, ging es mir beschissen. Ich war perfekt vorbereitet und bereit ihm den Titel wegzunehmen, mich selbst zum Weltmeister zu krönen. Den Gürtel habe ich dann zwar gegen einen Ersatzgegner gewonnen, aber es war nicht das Gleiche. Ich wollte den Champion entthronen. Brähmer hat mich dieser Chance beraubt. Jetzt ist es an der Zeit, sich dafür zu rächen!

Wie gut vorbereitet sind Sie denn dieses Mal?

Nathan Cleverly: Ohne zu übertreiben, kann ich sagen, dass ich noch einen Tick zugelegt habe. Ich bin jetzt reifer und abgeklärter als mit 24. Körperlich muss ich mich ebenfalls nicht verstecken - schließlich habe ich dem aktuellen Cruisergewichts-Champion Tony Bellew 2014 ein offenes Gefecht geliefert, das ich nur knapp verlor. Natürlich ist Brähmer seitdem nicht schlechter geworden - er ist ja auch nicht grundlos Weltmeister. Dennoch fühle ich mich im Vergleich zu damals in der besseren Position.

Was macht Sie so sicher, Brähmer zu besiegen?

Nathan Cleverly: Im Englischen heißt es so schön „Styles make fights" und ich habe einen Stil, der Brähmer einfach nicht liegt. Ich kann von der ersten bis zur zwölften Runde Druck ausüben, habe schnelle Hände und bewege mich gut auf den Füßen - es ist einfach das perfekte Gesamtpaket gegen jemanden wie Jürgen Brähmer.

Überzeugt vom Sieg haben es schon viele mit Brähmer aufgenommen, erinnern Sie sich nur an Ihren Landsmann Enzo Maccarinelli!

Nathan Cleverly: Enzo hatte einfach Pech, in der ersten Runde gleich eine Kombination aus Schlag und unabsichtlichem Kopfstoß zu kassieren. Doch schauen Sie sich noch einmal den Kampf an. In der Folge wurde „Macca" immer stärker bevor das Auge komplett zu war. Er hat gezeigt, dass wir Waliser wie Drachen kämpfen können. Am 1. Oktober werde ich sein Werk vollenden!

Wenn Ihnen das gelingt, wären Sie seit 2005 der erste Waliser, der in Deutschland Weltmeister wird ...

Nathan Cleverly: Ahh, noch so ein Wink des Schicksals. Mein einstiges Idol und Mentor Joe Calzaghe holte diesen Sieg. Langsam werden all diese Fakten unheimlich. Ich kann diesen Kampf einfach nicht verlieren!

Die Chance auf dieses Duell hatten Sie allerdings auch schon im Juli 2015. Wieso sagten Sie so kurzfristig ab?

Nathan Cleverly: Weltmeisterschaft hin oder her - es geht schließlich immer auch ein wenig ums Geld. Ich hatte letztes Jahr ein wirklich gutes Angebot für den Kampf gegen Brähmer, doch zeitgleich gab es allerdings die Möglichkeit, einen noch lukrativeren Kampf in den USA zu machen. Wenn ich später auf meine Karriere zurückblicke, will ich mir nicht vorwerfen, nicht genug für meine Familie verdient zu haben. Also sagte ich zum damaligen Zeitpunkt ab und bin jetzt umso glücklicher, doch noch gegen Brähmer boxen zu dürfen.

Sie könnten der 15. Brite sein, der in den vergangenen zwei Jahren Weltmeister wird. Aktuell gibt es zwölf Titelträger aus Großbritannien im Profi-Boxen. Haben Sie eine Erklärung für diese Übermacht?

Nathan Cleverly: Wir haben wohl momentan einfach das beste Trainingssystem sowie einige Ausnahmetalente. Vor einigen Jahren waren Länder wie die USA oder Deutschland spitze und hatten Unmengen von Weltmeistern. So wie wir früher bei ihnen, schauen sie sich jetzt bei uns etwas ab. 2013 war ich übrigens der einzige Weltmeister im Vereinigten Königreich - es wird also Zeit, mich wieder oben einzureihen. Ich sage ja, es ist einfach meine Bestimmung!

Eintrittskarten für die Box-Nacht am 1. Oktober in Neubrandenburg sind bei www.tickethall.de und www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich.