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Freitag, 2007-10-26

Chris Byrd im Profil

Der Olympia-Zweite und Doppelweltmeister will es noch einmal wissen

Chris Byrd hatte die zweifelhafte Ehre, seinen Weltmeister-Gürtel gleich zweimal an ein und denselben Mann zu verlieren. Das ändert jedoch nichts an der exzellenten Reputation, die der Amerikaner besitzt. Jahrelang galt er als einer der besten Schwergewichtler der Welt. Schon im Amateurbereich hat er für Furore gesorgt. Bei den Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona holte er sich die Silbermedaille - und zwar im Mittelgewicht. Er wechselte zu den Profis und trat nach drei Kämpfen bereits im Schwergewicht an. Mag sein Punch auch nicht der allerhärteste sein, bereiten seine Schnelligkeit, Cleverness und Beweglichkeit jedem Gegner große Probleme.

Ex-Champion Chris Byrd trifft am Samstag auf Alexander Povetkin (Foto: SE)
Im März 2000 schockte Byrd dann die Boxwelt. Kurzfristig als Ersatz für Donovan Ruddock eingesprungen, besiegte er den WBO-Champion Vitali Klitschko durch technischen K.o. nach der neunten Runde. Der Ukrainer hatte sich eine Schulterverletzung zugezogen und konnte nicht weiterboxen. Mit dem Gürtel im Gepäck ging es zurück nach Amerika - und ein halbes Jahr später wieder nach Deutschland, wo Wladimir Klitschko seinen Bruder rächen sollte. Zweimal schlug er Byrd zu Boden, doch der Amerikaner bewies Nehmerfähigkeiten und kam über die Distanz. Am Ende stand ein einstimmiges Punkturteil für Klitschko. Für Byrd war es erst die zweite Niederlage seiner Profikarriere.
Aus der Bahn werfen konnte die ihn aber keinesfalls. Er arbeitete hart an sich und boxte sich zurück auf den Boxolymp: In Atlantic City besiegte er im Dezember 2002 Evander Holyfield einstimmig nach Punkten. Bis zum April 2006 konnte Byrd keiner das Wasser reichen, ehe Wladimir Klitschko ihn durch technischen K.o. (7. Runde) besiegte und ihm den IBF-Gürtel abnahm. "Ich komme wieder", versprach er damals seinen Fans. Und er hat Wort gehalten. Im April dieses Jahres besiegte er Paul Marinaccio. Nun kommt es zum Showdown mit Alexander Povetkin, dem aufstrebenden russischen Schwergewichtler: "Das wird ein harter Kampf, aber ich bin noch lange nicht am Ende und will wieder Champion werden", so Byrds ehrgeiziges Ziel. Am 27. Oktober geht es für ihn in Erfurt um Alles oder Nichts.