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Freitag, 2006-09-15

Champions in Kienbaum

Arthur über Miranda: "Hunde, die bellen, beißen nicht!"


Arthur Abraham im Training mit Ulli Wegner

Viel Zeit, die sonnigen Spätsommertage zu genießen, bleibt den Sauerland-Boxern Arthur Abraham und Marco Huck derzeit nicht. Die beiden schwitzen stattdessen an den Sandsäcken, im Kraftraum und beim Sparring. Die Vorbereitung auf die Internationale Berufsboxgala in der Rittal Arena Wetzlar absolvieren sie im Bundesleistungszentrum Kienbaum. In dem abgeschiedenen Camp östlich von Berlin bereiten sich derzeit auch Nikolai Valuev, Markus Beyer und Sebastian Sylvester auf ihre nächsten Kämpfe vor.

Arthur Abraham

"Die Jungs trainieren hier hart und gehen bestens vorbereitet in den Kampf", sagt Sauerland-Chefcoach Ulli Wegner. Arthur Abraham hat seine Erkrankung, wegen der der für Oldenburg geplante Fight gegen Edison Miranda verlegt werden musste, längst überwunden. "In Kienbaum haben wir optimale Bedingungen zur Vorbereitung", so der Mittelgewichtler. "Und die nutzen wir täglich auch intensiv." Am 23. September will er in Hessen gegen den kolumbianischen Herausforderer seinen IBF-Titel verteidigen und holt sich in Kienbaum den letzten Schliff für das große Vorhaben.
Arthurs Gegner indes sorgt wieder für verbale Schlagzeilen. "Du hast mich warten lassen, jetzt wirst du dafür bezahlen", sagte Miranda dem Internetportal Eastsideboxing. "Die längere Vorbereitung hat mich noch gefährlicher gemacht. Wenn er meine Fäuste spürt, wird er sich wünschen, den Kampf nie verlegt zu haben. Zuerst wollte ich nur einen Knockout – jetzt will ich ihn zerstören."
Der Champion aus Berlin kontert die verbalen Angriffe gelassen. "Hunde, die bellen, beißen nicht", sagt Abraham. "So etwas kennen wir von Miranda ja schon. Ich bin ein Mann – ich lasse Taten sprechen, nicht Worte."

Marco Huck besiegt den Sandsack

Gleiches will auch Marco Huck tun nach der langen Vorbereitungszeit. Schattenboxen und Sandsack, Gewichte stemmen und Sparring: Für den Fight gegen den Franzosen Rachid El Hadak will der Sauerland-Boxer gut vorbereitet sein. "Der Kampf ist die letzte Probe vor meinem Titelkampf gegen Pietro Aurino", sagt der 21-jährige K.o.-König, der am 4. November in Mülheim an der Ruhr gegen den Italiener um die EU-Meisterschaft der Cruiser in den Ring steigt. Huck gewann all seine 15 Profikämpfe; 12 davon vorzeitig. Sein 32-jähriger Gegner in Wetzlar kann auf zehn Kämpfe verweisen, von denen er neun gewann. "Eine leichte Aufgabe wird das ganz gewiss nicht, aber ich bin Topform und will meinen Gegner am Boden sehen", gibt sich Huck zuversichtlich.

Marco Huck nach dem Training

Am Sonntag machen sich die Sauerland-Boxer auf den Weg nach Wetzlar. Dort, so Ulli Wegner, werde in der Vorbereitungsphase jedoch nicht mehr all zu viel auf die Boxer zukommen. "Die Grundlagen", so der Coach, "sind in Kienbaum gelegt worden."