Deutsch English
27.03.2017
Top-Thema

Ergebnisse Potsdam

Alle Resultate vom 25. März aus der MBS Arena im Überblick

Wiegen in Potsdam

Vor Super-Mittelgewichts-WM am Samstag: Zeuge und Ekpo im im Limit!

Top-Video
Video ansehen

 

 

NEWS
Mittwoch, 2004-10-27

Cengiz Koc vor Durchbruch

Kampf im Schwergewicht am 23. Oktober in Berlin

Schwergewichtler Cengiz Koc:
Gegen Valuev-Herausforderer Dominguez will er den großen Durchbruch schaffen
TV-Präsenz hatte er schon in der Vergangenheit – der Berliner Schwergewichtler Cengiz Koc (27). Dem Fernsehpublikum präsentierte er sich aber in der Vergangenheit mehr als Schauspieler, in Rollen wie in "Faust", "Alarm für Cobra 11", "Ein starkes Team", Helicops" oder in den "Straßen von Berlin". In kurzen Fernseh-Ausschnitten war er auch bei diversen Veranstaltungen von Sauerland Event zu sehen.
Das wird am 23. Oktober anders: Koc (19 Kämpfe, 19 Siege, davon 12 durch K.o) bestreitet im Tempodrom den zweiten Hauptkampf, stellt sich dem Ex-WBC-Cruisergewichts-Weltmeister Marcelo Dominguez (34). Der Argentinier (43 Kämpfe, 37 Siege) boxt mittlerweile im Schwergewicht und ist den TV-Zuschauern wohl bekannt.
Am 17. April forderte der nur 1,77 Meter große Dominguez den Riesen Nikolai Valuev (2, 13 Meter) heraus und begeisterte das Publikum in der Berliner Max—Schmeling-Halle mit einem furiosen Kampf. Wider Erwarten blieb Dominguez von Valuev unbeeindruckt und boxte furchtlos über zehn Runden. Seine überfallartigen Attacken verhalfen ihm zwar nicht zum Sieg, aber dafür eroberte er die Sympathien der Zuschauer.
"Dominguez ist ein ganz erfahrener Mann", sagt der 102 Kilogramm schwere Koc, der damals den Kampf gegen Valuev live gesehen hatte, "er hat alle Tricks drauf und ist äußerst unangenehm zu boxen. Ich war auch überrascht, wie gut er sich gegen Nikolai verkauft hat."
Klar ist: Dominguez wird wohl der schwerste Gegner sein, dem sich Koc bisher stellen musste. "Ich will ja in den Ranglisten weiter kommen", sagt Koc, "und deshalb freue ich mich, dass ich bei einem Sieg einen großen Sprung nach vorne machen werde."
Dieser Sprung war ihm bisher nicht vergönnt. Krankheiten und Verletzungen warfen den sympathischen Berliner, der im Januar 2001 sein Profidebüt gab, immer wieder zurück. "Das Jahr 2003 war wirklich zum Verzweifeln", sagt Koc, "ich hatte eine Verletzung am Arm, die Weißheitszähne wurden mir gezogen und dann platzte auch noch das Trommelfell. Ich hoffe nur dass diese Negativ-Serie jetzt ein Ende hat."
Koc will jetzt die Chance nutzen. Deshalb lehnt er Rollenangebote für TV-Produktionen seit geraumer Zeit ab. "Ich will mich ganz aufs Boxen konzentrieren", erklärt der Schwergewichtler, "auf die Schauspielbühne kann ich auch nach Beendigung meiner Profibox-Karriere wieder zurück."