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Sonntag, 2002-04-21

Calzaghe bleibt Champion

Mit einem hart erkämpften Sieg bleibt Joe Calzaghe Weltmeister der WBO im Super-Mittelgewicht

Der Waliser Joe Calzaghe hat seinen WBO-WM-Titel gegen Charles Brewer aus den USA in seiner Heimatstadt Cardiff verteidigt. Doch trotz eines vorhergesagten K.o.-Sieges beider Gegner, ging der Kampf über die volle Distanz und endete einstimmig für den Titelverteidiger.
In den ersten drei Runden ging es für beide Gegner um Alles oder Nichts. Die Athleten feuerten mehrere Punches ab, um den Kampf vorzeitg zu beenden. Aber keiner von beiden ließ sich entscheidend treffen. Die Boxer suchten den Kampf, den Calzaghe, trotz mehrerer Schwierigkeiten, nach zwölf Runden für sich entschied.
Als Brewer in der letzten Phase des Kampfes realisierte, dass er nicht mehr nach Punkten gewinnen konnte, gab er noch einmal Alles und startete in den letzten dreißig Sekunden einen groß angelegten Versuch, durch einen K.o. den Kampf noch einmal umzubiegen.
"Ich zolle Brewer absolut meinen Respekt. Soweit es mich betrifft, kann ich sagen, dass er der Herausforderer Nummer eins war, den es momentan gegeben hat", erklärte der sichtlich mitgenommene Calzaghe und fügte hinzu, "er schlug sehr hart auf meinen Körper und erwischte mich schwer in der siebten Runde mit einigen Guten Schläge."
Nicht ganz einverstanden werden nicht nur die Boxfans und Boxexperten in Deutschland sein mit Calzaghes Äußerungen hinsichtlich Sven Ottke: "Ich schätze Brewer höher ein als den IBF-Weltmeister Sven Ottke und glaube, dass ich den zurzeit besten Super-Mittelgewichtler geschlagen habe. Ich hoffe dass jetzt jeder Joe Calzaghe als den besten Boxer seiner Klasse ansieht."
Dabei dürfte der Waliser vergessen haben, dass Ottke im Jahre 1998 den IBF-WM-Gürtel dem damaligen Champion Brewer entriss und im Jahre 2000 ein wiederholtes Mal den US-Amerikaner ebenfalls nach zwölf Runden bezwang. Ottke hat mittlerweile 13 Titelverteidigungen auf seinem Konto. Calzaghe hat seinen WM-Gürtel etwa ein Jahr vor Ottke gewonnen und bislang nur zehnmal verteidigt.
Über die Zukunft des WBO-Weltmeisters gab Promoter Frank Warren Auskunft: "Ich habe mit Don King über den Kampf mit Bernard Hopkins gesprochen. Es gäbe keine Probleme hinsichtlich der TV-Verträge und ich habe seinem Team gesagt, dass wir den Kampf nach Cardiff ins Millenium Stadium, wo wir 40.000 Eintrittskarten verkaufen könnten, bringen wollen. Eine andere Option wäre eine Doppelveranstaltung in Montreal, eine gemeinsamer Kampfabend mit dem WBC-Weltmeister Eric Lucas im August. Die Sieger könnten danach einen Titelvereinigungskampf austragen."
Hierzu sollte sich Warren allerdings die Telefonnummer von Wilfried Sauerland gut merken. Denn dieser betreut Markus Beyer, die Nummer eins des WBC und offizieller Herausforderer von Lucas. Der frühere Weltmeister soll im Sommer gegen den amtierenden Champion aus Kanada um die WM-Krone boxen. Und ob dieser nach einem möglichen WM-Sieg einen Kampf gegen den WBO-Weltmeister anstreben und damit seinen wichtigeren WBC-Titel aufs Spiel setzten würde ist eher fraglich.