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Montag, 2003-03-10

Byrd verliert gegen Lewis

Chris Byrd hat einen Kampf gegen Lennox Lewis verloren - vor Gericht

Der frühere WBO-Weltmeister im Schwergewicht Chris Byrd aus den USA hat eine Niederlage gegen IBF- und WBC-Champion Lennox Lewis aus England erlitten – allerdings erst einmal vor Gericht. Byrd, auf Position eins der Weltrangliste des Boxverbandes IBF, hatte darauf geklagt, den nächsten IBF-Titelkampf gegen Lewis zu bestreiten.
Richter John Bissell urteilte, dass Lewis eine Ausnahmegenehmigung bezüglich seiner Pflichtverteidigung bei der IBF einholen könne. Das Urteil bedeutet nicht unbedingt, dass die IBF den Fight von Lewis gegen Tyson als WM-Kampf sanktionieren müsse, aber natürlich könnte die IBF an den riesigen Erlösen, die eine solches Duell generieren würde, durch ihre Zustimmung partizipieren. Der Weltboxverband WBC hatte schon seine Genehmigung für einen WM-Kampf erteilt.
Für den offiziellen Herausforderer der IBF ist die Entscheidung ein Rückschlag, denn Byrd wollte einen Titelkampf entweder gegen Lewis oder die Nummer zwei der Rangliste, Fres Oquendo aus den USA. Der 31-Jährige versuchte die IBF mit seinem Gang vor das Gericht daran zu hindern, den Kampf Lewis gegen Tyson als WM-Kampf zu sanktionieren.
Byrds Hauptargument war seinen Sieg gegen David Tua aus Neuseeland in einem WM-Ausscheidungskampf. Somit hätte er als Erster das Recht, gegen Lewis anzutreten. Die Anwälte von Lewis, Pat English and Judd Burstein, konnten erfolgreich darauf verweisen, dass die normalen Regeln der IBF zur Anwendung kommen sollten und ihrem Mandanten erlaubt sei, sich um eine Ausnahmegenehmigung zu bemühen.
Die Grundlage für diese Erlaubnis wäre, dass Tyson der offizielle Herausforderer der WBC sei und es unfair wäre, Lewis wegen der miteinander kollidierenden Pflichtverteidigungen zu belangen. Damit hebt dieses Urteil eine frühere Entscheidung eines Gerichts auf, die es der IBF untersagte, einen WM-Kampf ohne die Teilnahme Byrds anzuberaumen.