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Mittwoch, 2002-12-18

Byrd neuer IBF-Champion

Chris Byrd bezwingt Evander Holyfield im Fight um die Schwergewichtskrone

In der Boardwalk Hall von Atlantic City im US-Bundesstaat New Jersey standen sich in der Nacht von Samstag auf Sonntag der 32-jährige Chris Byrd und der 40-jährige Ex-Champion Evander Holyfield um den Schwergewichtstitel der IBF gegenüber. Der IBF-Gürtel war vakant geworden, nachdem Lennox Lewis ihn Anfang September niedergelegt hatte.
Im Ringgefecht der bisherigen Nummer eins gegen die Nummer zwei der Weltrangliste der International Boxing Federation behielt der jüngere der beiden Kontrahenten, Chris Byrd, die Oberhand und siegte am Ende deutlich nach Punkten. Die Wertungsrichter sahen den Amerikaner mit 116:112, 117:111 und 117:111 gegen seinen acht Jahre älteren Landsmann deutlich vorne.
Zuvor brachte Byrd im Laufe des Aufeinandertreffens häufiger seine Hände ins Ziel und bestimmte die Auseinandersetzung über weite Strecken. Sein Widersacher Holyfield hingegen platzierte die härteren Wirkungstreffer. Gerade in den mittleren Runden war allerdings die Überlegenheit des neuen Champions eindeutig. In den Schlussrunden versuchte "The Real Deal", so der Kampfname des unterlegenen Holyfields, noch einmal aufzukommen, doch es reichte nicht.
Für Chris Byrd bedeute der 36. Sieg in seinem 38. Profikampf auch die IBF-Weltmeisterschaft im Schwergewicht. Der Amerikaner hatte lange auf diese Titelchance warten müssen. Schon seit August letzten Jahres war der 32-Jährige durch einen Erfolg gegen David Tua der Pflichtherausforderer des damaligen Weltmeisters Lennox Lewis aus Großbritannien, bevor dieser den Titel niederlegte.
Für Holyfield hingegen endete der erneute Anlauf auf einen WM-Titel im Schwergewicht mit einer Enttäuschung. Er kassierte die sechste Niederlage, bei zwei Unentschieden und 38 Siegen, im 46. Fight. Nach dem Kampf äußerte der 40-Jährige, dass er ab der ersten Runde Probleme mit einer Schulterverletzung gehabt hätte.
Neben dem großen Duell um die Schwergewichtskrone der IBF kehrte auch Schwergewichtler Fres Oquendo aus Puerto Rico nach seiner Niederlage gegen David Tua im April dieses Jahres in den Ring zurück. Der 29-Jährige traf im Ringgefecht um den Lateinamerika-Titel des Verbandes WBA auf den ebenfalls 29-jährigen George Arias aus Brasilien. Oquendo dominierte den Fight und siegte nach einem schweren Cut des Brasilianischen Meisters durch technischen K.o. nach Runde elf. Das Aufeinandertreffen endete nach der Verletzung am Auge auf Anraten des Ringarztes. Fres Oquendo feierte damit seinen 23. Erfolg im 24. Kampf.
In einem weiteren Schwergewichtskampf standen sich der drittplatzierte der WBO-Weltrangliste Lamon Brewster aus den USA und sein von Don King promoteter Landsmann Tommy Martin (Nummer elf der IBF) um den Nordamerika-Titel des Verbandes WBO im Ring gegenüber. Der 29 Jahre alte Brewster bezwang seinen Widersacher durch technischen K.o. in der dritten Runde, nachdem er ihn schon in der zweiten Runde zweimal zu Boden geschickt hatte. Im dritten Durchgang ließ ein linker Haken den 26-jährigen Martin erneut zu Boden gehen, so dass Ringrichter Eddie Cotton den Fight vorzeitig beendete. Brewster hat jetzt 28 Siege und zwei Niederlagen in seinem Kampfrekord zu Buche stehen.
Im Top-Duell der Super-Mittelgewichtler zwischen Syd Vanderpool und Jaffa Ballogou gab es einen technischen K.o.-Erfolg für den Kanadier. In der "Gewichtsklasse der Deutschen" schickte der schnell agierende 30-Jährige seinen Kontrahenten zu Beginn der zweiten Runde mit einem rechten Haken auf den Ringboden. Nach nur 1 Minute und 51 Sekunden des zweiten Durchgangs beendete der Referee das ungleich gewordene Aufeinandertreffen zu Gunsten Vanderpools, der jetzt 33 Siege aufzuweisen hat. Die zwei einzigen Niederlagen musste der Kanadier bisher gegen Bernard Hopkins und Terry Seay hinnehmen.