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Donnerstag, 2002-11-14

Brooks verlässt Klitschko

Erfolgs-Coach Tommy Brooks hat seine Engagement für die Klitschko-Brüder beendet

Top-Coach Tommy Brooks aus den USA trainiert nicht mehr die Klitschkos. Offenbar aufgrund eines Missverständnisses hat einer der weltbesten Trainer seine Zusammenarbeit mit der Universum Box-Promotion beendet. "Die einfache Tatsache ist, dass es ein großes Missverständnis von Seiten Peter Kohls gab. Er hatte kein Interesse, sich mit mir zusammen zu setzten und die Dinge zu klären, und ich hatte kein Interesse, dass mir etwas vorgeworfen wird, was absolut unrichtig war", erklärte der Star-Trainer in einer Stellungnahme. Gemeint war Klaus-Peter Kohl der Chef der Universum Box-Promotion aus Hamburg. Worüber der Streit entbrannt sein soll, schwieg Brooks.
Sein Engagement soll sich hauptsächlich auf das Training der Klitschkos bezogen haben, doch diese seinen während seiner Zeit im Gym in Hamburg nicht im Training gewesen. "Ich war in erster Linie in Deutschland, um die Klitschkos zu trainieren, habe aber zugestimmt, mit allen Universum-Boxern zu arbeiten, während ich dort war. Jetzt kam es zur völligen Konfusion – die linke Hand weiß nicht, was die rechte Hand tut und niemand erzählte mir irgend etwas, was denn da vor geht", behauptet Brooks, der schon Mike Tyson, Evander Holyfield, Ray Mercer und den Herausforderer von Vitali Klitschko um den WBA International Titel, Larry Donald, trainierte.
Ursprünglich sollte Brooks neben der Vorbereitung Wladmir Klitschkos, den er erfolgreich auf die WBO-Titelverteidigung gegen seinen ehemaligen Schützling Mercer vorbereitet hatte, auch Vitali auf dessen kommenden Gegner vorbereiten: "Keiner kennt Larry besser als ich. Mit allen Stärken und Schwächen. Es ist meine Aufgabe, Vitali so auf den Kampf vorzubereiten, dass er diesen nicht nur dominiert, sondern den Ring auch als Sieger verlässt. Ich bin absolut sicher, dass die Box-Fans einen Riesenkampf sehen werden", sagte der Amerikaner noch im Juli.
Kein Grund mehr für Bleiben
Doch ein Bandscheibenvorfall zwang den älteren der beiden Klitschko-Brüder zu einer Pause. Der Kampf gegen die derzeitige Nummer zehn der WBA-Weltrangliste wurde auf den 23. November verschoben. Zur Motivation für sein weiteres Engagement fehlte dem Trainer jedoch das Entscheidende, die Athleten: "Nachdem ich zweieinhalb Monate da gewesen bin, ohne dass die Klitschkos im Training waren, weswegen ich zuallererst da war, habe ich mich entschieden, dass es keinen Grund für mein Bleiben gibt und bin Mitte September in die Staaten zurückgekehrt", erklärte Brooks in seiner Stellungnahme weiter.
Noch Ende Oktober wussten die Hauptakteure offenbar nicht, dass ihr Coach, der sie auf den amerikanischen Kampfstil vorbereiten sollte, schon längst fort war: "Vitali rief mich vor etwa zwei Wochen an und wusste noch nicht einmal, dass ich weg war – was einiges über das Kommunikationsproblem da drüben aussagt", sagte Brooks.
Zum Arbeitsantritt hatte noch Universum-Chefcoach Fritz Sdunek dem 48-Jährigen seine Trainingsjacke gegeben, um ihm den Universum-Look zu verleihen. Ursprünglich sei es sogar einmal ein Ziel gewesen, ein Universum Box-Gym in den USA von Brooks betreuen zu lassen, doch die Globalisierungsträume des ehemaligen Universum-Coaches scheinen nun ausgeträumt.
<b/>"Dann geht alles gut"
Auf die Frage eines Zeitungsreporters, ob er es schwierig empfunden habe, sich auf die verschiedenen Charaktere im Universum-Team einzustellen, antwortete der frühere Halbschwergewichtler noch im Juli: "Nein. Ich bin ein umgänglicher Typ. Mein Motto heißt: Behandle Menschen so, wie du selbst behandelt werden möchtest. Dann geht alles gut." Offenbar ist es für einen der "Boxen lebt und atmet" nicht gut gegangen.