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Samstag, 2002-04-20

Brewer zu schwer

Gewichtsprobleme haben den WBO-WM-Kampf von Charles Brewer gegen Joe Calzaghe kurzfristig gefährdet

Beim Wiegen der Boxer für den bevorstehenden Kampf in Cardiff, Wales, zwischen Charles Brewer aus den USA gegen den Weltmeister der WBO im Super-Mittelgewicht, Joe Calzaghe aus Wales, tauchten ungeahnte Probleme auf. Nicht mögliche Verbalattacken oder tätliche Angriffe der beiden Kontrahenten bereiteten Schwierigkeiten, sondern das Gewicht des Herausforderers war zu hoch.
Während der Champion beim Gang auf die Waage knapp unter dem Limit (76,2 Kilogramm) lag, wog Brewer 800 Gramm zu viel, um im Super-Mittelgewicht anzutreten. Nach einer Stunde Saunaaufenthalt hatte der 32-Jährige das nötige Kampfgewicht erreicht.
"Das ist ein mentaler Vorteil vor dem Kampf für mich und ich werde einen weiteren im Ring folgen lassen. Brewer hat mich in der vergangenen Woche respektlos behandelt und dafür wird er im Ring bezahlen", erklärte Calzaghe. Völlig unbeeindruckt von dem Vorkommnis gab sich der US-Amerikaner. "Das ist keine große Sache. Ich bin nicht dehydriert und nicht schwach. Ich bin bereit für den Kampf", sagte Brewer.
Die Nachricht, dass der frühere IBF-Weltmeister das Kampfgewicht noch erreichen konnte, war eine große Erleichterung für Calzaghe, da dieser versucht, mit diesem Kampf die Boxfans in den USA auf sich aufmerksam zu machen. Mit der Live-Übertragung in die USA möchte er bei den Zuschauern Interesse wecken, um einen Fight gegen den uneingeschränkten Weltmeister im Mittelgewicht, Bernard Hopkins, oder einen Titelvereinigungskampf in den USA zu bekommen. "Es wäre eine tolle Sache für mich, nach Amerika zu gehen und meinen Titel mit einem anderen zu vereinen. Ich will seit viereinhalb Jahren einen Verinigungskampf. Das war sehr frustrierend für mich", sagte der WBO-Champion.

Ein Titelvereinigungskampf dürfte jedoch eher schwierig für den Waliser sein, da der Weltverband der WBO international nicht die Bedeutung hat, wie die führenden Verbände IBF, WBA und WBC. Daher sind die Weltmeister dieser Verbände eher zurückhaltend, ihre WM-Gürtel in die Waagschale zu werfen. Auch IBF-Weltmeister Sven Ottke will solch einen Kampf, aber aus besagten Gründen nicht gegen den WBO-Champion. Ottkes Manager Wilfried Sauerland befindet sich in Verhandlungen mit dem WBA-Champion Byron Mitchell aus den USA. Bliebe dann für Calzaghe noch der WBC-Champion Eric Lucas aus Kanada. Doch dieser muss nach einer freiwilligen Titelverteidigung gegen den US-Amerikaner Omar Sheika gegen den Weltranglistenersten der WBC boxen und der heißt Markus Beyer.