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Mittwoch, 2002-04-17

Brewer will K.o.-Sieg

Charles Brewer möchte Joe Calzaghe den WM-Gürtel der WBO im Super-Mittelgewicht entreißen

Der US-amerikanische Fernsehsender Showtime überträgt den zehnten Titelverteidigungskampf des WBO-Weltmeisters Joe Calzaghe aus Wales gegen Charles Brewer aus den USA. Am kommenden Samstag steigen die beiden Kontrahenten in Cardiff, der walisischen Heimatstadt des Champions, in den Ring. Die TV-Übertragung zeigt die Bedeutung des Duells in den Vereinigten Staaten. Denn Joe Calzaghe wird als möglicher nächster Gegner für den Superstar im Mittelgewicht, Bernard Hopkins aus den USA, gehandelt.
Doch davor muss Calzaghe erst einmal gegen den äußerst hart und präzise schlagenden Brewer bestehen. Der US-Amerikaner hat Erfahrung mit Kämpfen außerhalb seiner Heimat. Schon dreimal trat er in Deutschland an. Im Jahr 1998 bezwang er in Leipzig bei seiner WM-Titelverteidigung im Rahmen des Schwergewichtsduells von Axel Schulz gegen Richard Mason seinen Landsmann Antoine Byrd durch technischen K.o. in Runde drei.
In Brewers nächstem Kampf in Deutschland musste er sich im gleichen Jahr Sven Ottke in Düsseldorf geschlagen geben und verlor seinen WM-Titel der IBF nach einer knappen Punktentscheidung. Auch im zweiten Kampf der beiden Kontrahenten im Jahr 2000 in Magdeburg triumphierte Ottke. Der spektakuläre Kampfstil von Brewer brachte ihm nicht nur 37 Siege in seiner Laufbahn ein, sondern auch acht Niederlagen. Die teilweise sehr offene Deckung ist der wunde Punkt des US-Amerikaners, der schon dreimal in seiner Karriere K.o. ging.
Brewer ist nicht ganz glücklich, dass der Kampf gegen Calzaghe außerhalb seines Heimatlandes stattfindet: "Es gibt wenig, was ich zum jetzigen Zeitpunkt noch tun kann. Ich kann nicht oft genug betonen: Wenn ich etwas Geld in der Hinterhand gehabt hätte, würde der Kampf woanders stattfinden. Aber wenn ich mal bedenke, dass ich die Gelegenheit bekomme, um einen WM-Titel zu boxen und ich nicht der offizielle Herausforderer bin, muss ich die Dinge so nehmen, wie sie kommen."
Mit den Erfahrungen von der knappen Niederlage im ersten Kampf gegen Ottke erklärte der 32-Jährige: "Der einzige Weg, wie ich verhindern kann, dass das noch einmal geschieht, ist es Calzaghe vor seinen Fans in seiner Heimat mit K.o. zu bezwingen. Ich glaube trotz seiner letzten K.o.-Siege, dass ich der stärkere Boxer bin. Ich bin zuversichtlich, den Titel nach Amerika zurückzuholen."
Dagegen glaubt Calzaghe nicht, dass er K.o. gehen wird und äußerte sich hinsichtlich seiner Widerstandskraft gegenüber harten Punchern wie Brewer: "Ich bin noch nie zu Boden gegangen - weder als Amateur noch als Profi. Ich boxe schon 21 Jahre meines Lebens, seit ich 12 oder 13 Jahre alt war. Ich habe schon gegen einige starke Puncher geboxt und ich habe bewiesen, dass ich auch einiges einstecken kann. Ich möchte nicht sagen, dass ich nicht getroffen werden kann. Es ist doch nur menschlich, dass es wirklich jeden Boxer einmal erwischen kann. Das Ding ist, nicht schwer getroffen zu werden. Ich freue mich auf den Kampf und es gibt nicht mehr viel zu sagen, bis der Fight vorüber ist", sagte der WBO-Champion der Presse.