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Sonntag, 2003-05-25

Botha gegen Kandelaki

Südafrikaner Botha will zunächst Kandelaki und dann Tyson das Fürchten lehren

Der "weiße Büffel" Francois Botha geht neue Wege. Nachdem der einst so erfolgreiche Schwergewichtler seit Juli letzten Jahres keinen Kampf mehr bestritt, will der Südafrikaner jetzt gegen den 29-jährigen Georgier Georgi Kandelaki antreten. Dabei soll es am 19. Juni um den Titel der recht unbedeutenden WBU (World Boxing Union) in der Königsklasse gehen.
"Mit 34 Jahren ging es bei mir in keine richtige Richtung. Da kam dieses Angebot gelegen. Nach einer langen Pause wird man faul. Die Trainingseinheiten im Gym fallen weg. Der Golfplatz wird attraktiver. Das Resultat ist, dass man dann nicht mehr in guter Form ist, wenn sicht ein interessanter Fight anbietet", begründete der Südafrikaner die Entscheidung, um die WBU-Kone zu boxen, gegenüber der Internetseite "Secondsout".
"Ich weiß nicht viel über Kandelaki. Ich bezweifle, dass viele Fans ihn kennen. Er stand noch gegen keinen bekannten Boxer im Ring, aber er ist in 23 Kämpfen ungeschlagen. Ich nehme ihn nicht auf die leichte Schulter, weil ich gewinnen möchte. Danach will ich noch einen weiteren Fight bestreiten und dann noch einmal einen Kampf gegen Tyson machen", erklärte der 34-jährige Schwergewichtler vor dem Fight gegen den WBU-Champion weiter.
Der Südafrikaner glaubt, mit Erfolgen in den nächsten Kämpfen wieder an seine ganz große Zeit anknüpfen zu können. "Es gibt nur einen herausragenden Schwergewichtler. Das ist Lennox Lewis. Leute wie Chris Byrd und Roy Jones sind dagegen klein. Sie sind keine richtigen Schwergewichtler", äußerte sich Botha. Und genau deshalb sieht er auch gute Möglichkeiten für sich, wieder einen Platz in der Weltspitze zu finden.
Außerdem hat der Athlet mit 34 Jahren ja noch ein weiteres Ziel. Er will unbedingt noch einmal gegen Mike Tyson antreten, dem er 1999 in Las Vegas schon einmal durch K.o. in der fünften Runde unterlag. "Mein Team hat mit den Leuten von Tyson gesprochen. Ich bin zuversichtlich, dass es noch einmal zu diesem Fight kommt", versprach Botha. Mit 44 Siegen, vier Niederlagen und zwei Unentschieden weist der Schwergewichtler immer noch einen akzeptablen Kampfrekord aus. Sein letzter Kampf gegen Clifford Etienne im Juli vergangenen Jahres endete aber nur mit einem Remis.