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Montag, 2004-10-11

Beyer wieder WBC-Champ

Markus Beyer zum dritten Mal WBC-Weltmeister; Sanavia K.o. in 6. Runde

Markus Beyer ist wieder Weltmeister im Super-Mittelgewicht. In der Erfurter Messehalle gewann er am 9. Oktober das Rematch gegen Titelverteidiger Cristian Sanavia aus Italien durch K.o. in der sechsten Runde und holte sich damit den, am 6. Juni in Chemnitz, an Sanavia verlorenen WM-Gürtel, nach Version des WBC, zurück. "Jetzt bin ich zum dritten Mal Weltmeister, das hat in Deutschland noch keiner geschafft. Darauf kann ich stolz sein", sagte der neue WBC-Weltmeister, in der Erfurter Messehalle exakt 17 Minuten nach Mitternacht.
Beide Boxer begannen die ersten Runden hochkonzentriert. Der Titelverteidiger zeigte sich in Bestform. Markus Beyer hatte keine Probleme mitzuboxen, konnte sich jedoch nicht klar vom Italiener absetzten.
Ab Runde drei wurde fast ausschließlich aus der Halbdistanz geboxt, auf beiden Seiten schlugen schwere Treffer ein.
Bis zur alles entscheidenden sechsten Runde lagen Beyer und Sanavia Kopf an Kopf. Mit einer blitzschnellen Links-Rechts-Links-Kombination wendete Beyer das Blatt: eine krachende Rechte am Kinn des Weltmeisters bescherte dem Kampf ein sensationelles Ende. Sanavia fiel rückwärts auf den Ringboden und kam erst nach dem Aufprall wieder zu sich. Der Ringrichter brach den Kampf sofort ab. Sieg durch Knockout in der sechsten Runde, Sieger und neuer Weltmeister: Markus Beyer.
"Die zweite Hand hat voll getroffen. Das war ein Lucky Punch", schilderte der 33-Jährige die Situation, die ihn zum Weltmeister machte.
Das Publikum in der Erfurter Messehalle tobte, Wilfried Sauerland sprang in den Ring und umarmte seinen Champion."Ich weiß nicht mehr, wie ich in den Ring gekommen bin. Uns allen ist ein Riesenstein vom Herzen gefallen." Auch Box-Gentleman Henry Maske war begeistert: "Markus kann einfach alles, das war ein Neustart." Dessen ehemaliger Meistertrainer Manfred Wolke sprach vom "richtigen Schuss nach vorn".
Mit seinem 30. Sieg im 32. Profikampf eroberte sich Beyer zum insgesamt dritten Mal, nach 1999 und 2003, den WM-Titel. Der Italiener kassierte seine zweite Niederlage im 35. Profikampf.