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24.03.2017
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Pressekonferenz vor Zeuge-WM

Vor Weltmeisterschaft in Potsdam halten sich Hauptkämpfer zurück

Zeuge bleibt bescheiden

WBA-Weltmeister ist mit dem zufrieden, was er hat - auch nach WM-Sieg!

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Donnerstag, 2004-09-16

Beyer unterliegt Sanavia

Cristian Sanavia neuer WBC-Weltmeister im Super-Mittelgewicht

Der 33-jährige Markus Beyer ist nicht mehr WBC-Weltmeister im Super-Mittelgewicht. Im Aufeinandertreffen zweier Rechtsausleger unterlag der in Erlabrunn geborene Athlet dem italienischen Herausforderer Cristian Sanavia am Samstagabend vor 3.500 Zuschauern in der Chemnitz-Arena umstritten nach Punkten.
Der 29-jährige Sanavia erwischte den besseren Start. Bereits in der ersten Runde sorgte ein schwerer linker Haken des Italieners an den Kopf seines Gegners für erste Aufregung im Lager Beyers. In der Folge suchte der Herausforderer immer wieder den Infight. Trotzdem war es der Titelverteidiger, der sich zunächst leichte Vorteile erarbeitete.
Doch die Deckung Beyers zeigte danach zu viele Lücken. Sanavia kam deshalb einige Male zu Treffern mit der Linken. Ab der siebten Runde wirkte der Schützling von Trainer Ulli Wegner wieder sicherer und drängte seinen Gegner zurück. Ende des Durchgangs brachte er einige schnelle Hände ins Ziel, die zu einer Platzwunde unter dem linken Auge des Italieners führten.
In Runde neun erarbeitete sich Sanavia noch einmal einige gute Aktionen. Die folgenden beiden Durchgänge verliefen zu Gunsten von Beyer, der seinen kräftemäßig etwas nachlassenden Konkurrenten mit sauberen Schlagkombinationen attackierte. Die Schlussrunde war recht ausgeglichen, so dass die Wertungszettel über den Sieg entscheiden mussten.
Mit 116:115, 116:113 und 114:115 sahen die Punktrichter Cristian Sanavia nach zwölf Runden vorne. Damit verzeichnete der Italiener seinen 33. Sieg im 34. Profikampf. Der unterlegene Beyer musste die zweite Niederlage seiner Laufbahn als Berufsboxer hinnehmen. Dem stehen 29 Erfolge des deutschen Super-Mittelgewichtlers gegenüber.
Das Urteil der Punktrichter sorgte nach dem Aufeinandertreffen für Diskussionen. Denn in der elften Runde, in der Sanavia klar unterlegen schien, sahen zwei Wertungsrichter den Italiener vorne. Trotz der Niederlage darf Markus Beyer allerdings auf eine erneute WM-Chance hoffen. Sanavia-Manager Salvatore Cherchi versicherte nach dem Fight: "Wir werden Beyer ein sofortiges Rematch einräumen."