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Montag, 2005-03-14

Beyer schlägt Green

Markus Beyer verteidigt WM-Krone - Danny Green ausgepunktet

Markus Beyer bleibt Weltmeister im Supermittelgewicht. Der 33jährige verteidigte in Zwickau seinen Titel nach Version des World Boxing Council gegen den Australier Danny Green nach Punkten.
"Die Sicherheit ist wieder da. Ich habe mich nicht aus dem Konzept bringen lassen", erklärte Beyer seine starke Vorstellung. Mit einer taktischen Glanzleistung begeisterte er die 3800 Zuschauer in der ausverkauften Zwickauer Stadthalle.


BEYER VS GREEN II.
Ganz ohne Schrecksekunde ging es allerdings auch diesmal nicht. Zu Beginn der 12. Runde drohte dem zuvor souveränen Beyer ein "Last-Minute-Knockout". Nach einem überfallartigen Angriff Greens musste der Champion von Ringrichter Cole (USA) angezählt werden. "Danach wollte ich nur noch durchkommen", sagte Beyer.
Obwohl er die letzte Runde abgab, sahen ihn zwei Punktrichter insgesamt vorne, einer wertete den Kampf unentschieden.
Green präsentierte sich anschließend als fairer Verlierer. "Beyer war der bessere Mann und verdient meinen ganzen Respekt. Es war nicht meine Nacht. Aber es gibt immer eine Zukunft." Die australischen Fans und Journalisten zollten auch Sauerland-Cheftrainer Ulli Wegner höchsten Respekt. Graham Anderson, Korrespondent des Sydney Morning Herald: "Wegner ist ein Master-Mind. Er hat uns Australiern zweimal einen Weltmeister verhindert. Erst verlor Mundine gegen Ottke. Jetzt Green gegen Beyer."
Für den alten und neuen Weltmeister gab es Komplimente von allen Seiten. "Das war der beste Beyer, den ich je gesehen habe", schwärmte der frühere Weltmeister Sven Ottke. "Markus hat sich in einer kritischen Situation als Persönlichkeit gezeigt", sagte Trainer Ulli Wegner im Rückblick auf den Druck, der vor dem Kampf auf dem Titelverteidiger lastete. Dass Beyer daran nicht zerbrach, ist auch der Verdienst des Hamburger Mental-Coaches Eckard Winderl.
Eine stabile Psyche war die Basis für seinen 32. Sieg im 34. Profikampf. Dazu kam eine beeindruckende Defensivarbeit. Obwohl der blitzschnelle Australier alles versuchte, konnte er Beyers Bollwerk nur selten durchbrechen. Der Weltmeister hingegen demontierte Green mit schweren Körpertreffern. Green: "Meine Sparringspartner konnten nicht so präzise zum Körper schlagen. Ich wurde noch nie so hart getroffen. Das möchte ich nicht noch einmal erleben." Beim ersten Duell vor 19 Monaten hatte Green den Deutschen noch überrumpelt und zweimal zu Boden geschlagen ehe er wegen wiederholten Kopfstoß zurecht disqualifiziert wurde.
Markus Beyer kann sich jetzt auf einen Urlaub mit seiner Lebensgefährtin Danii freuen. Auch sportlich sieht seine Zukunft rosig aus. "Nach dieser fantastischen Leistung stehen ihm viele Möglichkeiten offen. Wir werden in Ruhe überlegen , wie es weiter geht", sagt Manager Wilfried Sauerland.
Bei aller Euphorie blieb Markus Beyer seinem Naturell entsprechend zurückhaltend: "Wenn ich verloren hätte, wäre es mein letzter Kampf gewesen. Aber mit der Leistung von heute kann ich noch ein paar Kämpfe machen."







Erfolg hat viele Väter:
Wilfried Sauerland, Ulli Wegner, Markus Beyer und Eckard Winderl