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Sonntag, 2002-04-28

Beyer nicht zufrieden

Trotz des klaren Sieges gegen den Italiener Vincenzo Imparato war Markus Beyer nicht mit der gezeigten Leistung zufrieden

Nicht zufrieden zeigte sich der WBC-Weltranglistenerste Markus Beyer nach seinem einstimmigen Punktsieg gegen den Italiener Vincenzo Imparato. "Meine Leistung war noch nicht ausrauchend, um im WM-Kampf gegen Eric Lucas bestehen zu können. Bis zu meiner WM-Chance muss ich noch viel an mir arbeiten und meine Schlagkombinationen verbessern", sagte der Erlabrunner nach dem Fight.
Dennoch war sein Auftritt in der SachsenARENA in Riesa bei seiner Titelverteidigung der WBC-Internationalen Meisterschaft gegen den 32-jährigen Herausforderer Vincenzo Imparato durchaus vielversprechend. Der Schützling von Trainer Ulli Wegner lag am Ende klar nach Punkten vorne, kontrollierte seinen Gegner über die komplette Distanz und war im Laufe des Aufeinandertreffens zu keiner Zeit wirklich in Gefahr.
Nach einem Abtasten in der ersten Runde begann Beyer ab der zweiten Runde das Geschehen zu diktieren. Mit einer schönen Linken brachte er den Italiener in der dritten Runde das erste Mal in Bedrängnis. In der Folge brachte er immer wieder linke Hände ins Ziel. Ab der fünften Runde wusste der in Köln lebende WBC-Weltranglistenerste dann auch durch Schlagkombinationen zu gefallen.
Imparato hingegen fiel in erster Linie durch seine Nehmerqualitäten auf, denn er selbst setzte kaum offensive Akzente. In der siebten Runde wurde der in Vigevano geborene Italiener dann schwer von Markus Beyer erwischt und musste kurzzeitig zu Boden. Aber auch in der Folge konnte der von Ciro Converti trainierte Boxprofi, der mittlerweile einen Cut am linken Auge beklagte, nur reagieren und selbst kaum Wirkungstreffer landen.
Auch die beiden letzten Runden gingen klar an Markus Beyer, der versuchte, ein vorzeitiges Ende gegen seinen defensiven Kontrahenten herbeizuführen. Dieses gelang zwar nicht, doch bezeichnend für die Stärke Beyers war, dass Imparato, der nach Punkten eindeutig hinten lag, auch in der zwölften Runde keinerlei gefährlichen Akzente mehr setzen konnte.
Beyer siegte in seinem 26. Profikampf zum 25. Mal und konnte beruhigt in seinen Geburtstag am heutigen Sonntag hineinfeiern. Für seinen Kontrahenten aus Italien war es der 28. Kampf – 21-mal gewann Imparato, sechsmal unterlag er. Im Anschluss an seine Niederlage äußerte der Verlierer sehr Lob über die Leistungsstärke seines deutschen Gegners. "Er ist ein technisch sehr guter Boxer, dem ich eine Menge zutraue", war aus dem Munde Imparatos zu hören.