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Sonntag, 2006-10-08

Beyer nach Kopenhagen

Gut austrainiert in den Kampf


Markus Beyer und Coach Ulli Wegner
Die vergangenen zwei Wochen hat Markus Beyer an der Ostsee verbracht. Zeit, um die angenehmen Spätsommertage zu genießen, blieb dem WBC-Champion im Supermittelgewicht jedoch nur bedingt. Hartes Training mit Sauerland-Chefcoach Ulli Wegner war angesagt – zuvor hatte sich der Weltmeister bereits im Bundesleistungszentrum Kienbaum auf den Vereinigungskampf mit Mikkel Kessler vorbereitet. "Das wird der härteste Fight meines Lebens", sagt Markus Beyer, der sich den letzten Schliff in Zinnowitz holte und guter Dinge an die große Aufgabe geht.
"Markus hat sich in all diesen Wochen äußerst gewissenhaft auf den Kampf vorbereitet", bestätigt auch Coach Ulli Wegner. "Er ist in sehr guter Verfassung, so dass wir uns gute Chancen ausrechnen." Allerdings weiß der erfahrene Trainer auch um die besondere Schwere der Aufgabe. Viel lieber, so gibt er zu, hätte er seinen Schützling natürlich vor heimischem Publikum boxen gesehen. "Außerhalb hat man immer einen kleinen Nachteil. Aber wir werden die Chance auf den zweiten Titel auch unter schwierigen Bedingungen unbedingt nutzen."

Markus Beyer beim Training in Zinnowitz
Die vergangenen 14 Tage im Ostseebad auf der Insel Usedom waren wie immer genau geplant. Nach dem Frühstück um halb neun folgte das erste Training, abends gegen fünf oder sechs ein zweites Mal. In der letzten Woche standen vorrangig Trainingskämpfe an, aber auch die taktische und strategische Vorbereitung auf den Gegner. "Ich habe Videos von Mikkel gesehen und ihn genau studiert", sagt Markus Beyer. "Mein Trainer hat ihn zudem in Kopenhagen gesehen. Unser Wissen über ihn ist also recht gut." Kessler an sich, so sagt Ulli Wegner, sei in Deutschland noch weniger bekannt als die beachtlichen Qualitäten, die ihn auszeichnen. "Das ist ein hervorragender Boxer." Für Markus Beyer wird es wahrscheinlich der schwerste Kampf seiner Laufbahn. Er weiß um die K.o.-Gefährlichkeit des Dänen. "Ich denke, er wird sich den Kampf aufbauen wollen und versuchen mich zu zermürben. Und darauf bin ich vorbereitet."

Nach der intensiven Vorbereitungszeit kommt nun die Stabilisierungsphase, in der die derzeitige gute Form konserviert werden soll. Von Zinnowitz fuhr der Weltmeister heute zurück nach Berlin – morgen geht es von dort aus dann nach Kopenhagen, wo der Kampf in der Parken Arena in wenigen Tagen tausende Boxfans anlocken wird. Spekulationen über einen womöglichen Rücktritt im Falle einer Niederlage, erteilt Markus Beyer indes eine Absage. "Ich denke nie an eine Niederlage", sagt er. "Als Boxer in meinem Alter plane ich allerdings auch nicht mehr langfristig. Ich schaue nur noch von Kampf zu Kampf."