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Mittwoch, 2006-01-25

Beyer cool, Colajanni nett

Markus Beyer: "Ich boxe gern gegen größere Gegner – Die lassen sich besser treffen."


Beyer vs. Colajanni – Koc vs. Vidoz
Keine großen Worte, keine Aggressionen, keine leeren Versprechungen – Berlin erlebte heute vor der Internationalen Profiboxgala am 28.Januar im Tempodrom eine lockere, launige Pressekonferenz im Maritim-Hotel an der Friedrichstraße. Das lag unter anderem auch daran, dass die beiden italienischen Gegner der Sauerland-Kämpfer Markus Beyer und Cengiz Koc zwei sympathische und lustige Vertreter sind, die sich durch ihren Auftritt vor der deutschen Presse Sympathien eroberten.

Alberto Colajanni und Managerin Rosanna Conti Cavini, Markus Beyer und Manager Wilfried Sauerland
"Markus Beyer ist ein sehr starker Boxer", lobte Herausforderer Alberto Colajanni artig. "Ich habe seinen letzten Kampf gegen Omar Sheika gesehen. Aber ich bin topfit, habe sehr hart und sehr gut trainiert und denke, dass ich gewinnen werde." Der Champion nahm das ungerührt zur Kenntnis. Auch der hohe Erwartungsdruck nach dem überragenden Sheika-Kampf schien ihm nichts auszumachen. "Ich bin Weltmeister, also bin ich natürlich auch Favorit, da gibt es nichts zu lamentieren", so Beyer, der auch die größere Reichweite seines Gegners nicht unbedingt als Vorteil sieht. "Ich boxe gern gegen größere Gegner – die treffe ich leichter."

Cengiz Koc im Interview, Cengiz Koc und Trainer Ulli Wegner
Es folgte die Show von Europameister Paolo Vidoz – der drückte mächtig auf die Tränendrüse. "Ich konnte gar nicht so viel trainieren in der letzten Zeit, das war sehr schlecht für meine Vorbereitung. Und die Halle, in der ich boxen musste, war sehr, sehr kalt." Manager Wilfried Sauerland, der den Italiener schon mehrfach bei seinen Veranstaltungen hatte, kannte dieses Spiel aber schon: "Paolo, hör auf! Immer, wenn du kommst, erzählst du, dass du nicht trainieren konntest und überhaupt nicht fit bist. Und im Ring legst du dann los – darauf fallen wir nicht mehr herein." Auch auf ein weiteres Handycap angesprochen, war Vidoz um einen flotten Spruch nicht verlegen – ob denn die Titanplatte in seinem Kiefer, die nach dem Kampf gegen Nikolai Valuev eingesetzt werden musste, ein Problem sei. "Nein, die stört mich nur beim Küssen mit meiner Frau – beim Boxen nicht."

Paolo Vidoz mit seiner Ehefrau und "Cutwoman", Trainer Sumbu Kalambay
Herausforderer Cengiz Koc geht optimistisch in den Kampf um die europäische Schwergewichtskrone. "Zur Taktik verrate ich noch nichts, aber wenn ich meine Schnelligkeit und Explosivität zur Geltung bringen kann, habe ich gute Chancen zu gewinnen. Manager Sauerland stellte für diesen Fall sogar einen WM-Kampf für Koc noch im Jahr 2006 in Aussicht.