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Dienstag, 2003-10-14

Bergman nicht Forrest

Jan Piet Bergman verteidigte zwar seinen WBU-Titel, ist aber noch weit von Größen wie Forrest, Mayorga und Piccirillo entfernt

Im südafrikanischen Brakpan im Spielerparadies "Carnival City" verteidigte Jan Bergman zum zweiten Mal seinen Titel als WBU-Weltmeister im Weltergewicht. Er siegte gegen den Russen Pavel Melnikov eindeutig nach Punkten. Die Punktrichter werteten den Kampf zweimal mit 120:108 und einmal mit 119:110 Punkten für den Weltmeister, der damit seinem Kampfrekord auf 42 Siege aus 45 Profikämpfen ausbauen konnte.
Im Juni 2001 hatte der Boxprofi erstmalig die WBU-Krone gegen den Kolumbianer Guillermo Mosquera durch einen technischen K.o.-Sieg in der sechsten Runde erboxt und seinen Titel im Januar diesen Jahres in London gegen den Iren Derek Roche klar nach Punkten verteidigt.
Obwohl sich sein Herausforderer über die komplette Distanz rettete, diktierte der 31-jährige Schützling von Trainer Harold Volbrecht das Geschehen fast über den gesamten Zeitraum. Sein Kontrahent fiel in erster Linie durch seine konsequente Deckungsarbeit und Nehmerqualitäten auf.
Dies führte dazu, dass der in Taekomsrus lebende Südafrikaner seinen gefürchteten linken Haken nicht so oft ins Ziel brachte, wie gewohnt. Da der Titelverteidiger nicht in der Lage war, den russischen Herausforderer vorzeitig zu bezwingen, kam dieser gegen Ende des Kampfes noch einmal auf.
Auch wenn Melnikov, der seine 3 Niederlage im 8 Kampf kassierte, nur wenige Schwächen beim Titelverteidiger aufdecken konnte, muss sich dieser stark verbessern, um mit der Weltspitze der bedeutenderen Weltverbände zu konkurrieren. Die amtierenden Weltmeister Michele Piccirillo aus Italien (IBF), Ricardo Mayorga aus Nicaragua (WBA und WBO) sowie Vernon Forrest aus den USA (WBC) verfügen über ein weitaus größeres Leistungspotential und sind deshalb zum jetzigen Zeitpunkt sehr viel stärker einzuschätzen.