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23.03.2017
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Pressekonferenz vor Zeuge-WM

Vor Weltmeisterschaft in Potsdam halten sich Hauptkämpfer zurück

Zeuge bleibt bescheiden

WBA-Weltmeister ist mit dem zufrieden, was er hat - auch nach WM-Sieg!

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Mittwoch, 2007-10-03

Bergeron im Interview

Jean-François Bergeron plant Siegesfeier auf dem Oktoberfest

Die Vorbereitung von Nikolai Valuev neigt sich dem Ende. Vor seiner Abreise aus Berlin nach Oldenburg gibt sich der frühere WBA-Weltmeister im Schwergewicht selbstbewusst. "Ich habe aus dem letzten Kampf gegen Ruslan Chagaev meine Lehren gezogen und mein Training komplett umgestellt. Die Niederlage war wie ein Weckruf für mich", sagt der 34-Jährige, "mein Ziel ist es, wieder Weltmeister zu werden." Auf dem Weg zurück zum Titel muss der 2,13 Meter große Russe erst einmal den in 27 Profikämpfen ungeschlagenen Jean-François Bergeron bezwingen. Doch der NABA-Champion aus der kanadischen Provinz Quebec kommt mit großem Optimismus nach Deutschland. Kurz vor seiner Abreise aus Kanada stellte er sich zum Interview.

NABA-Titelträger Jean-François Bergeron (l.) trifft in Oldenburg auf den früheren Weltmeister Nikolai Valuev (r.) (Fotos: Interbox und SE)
Herr Bergeron, wird es das erste Mal sein, dass Sie einem so großen Boxer wie Nikolai Valuev im Ring gegenüberstehen?
Jean-François Bergeron: Ich stieg vor fünf Jahren in den USA gegen Marcellus Brown in den Ring [ebenfalls 2,13 Meter groß; Anm. der Redaktion] und siegte durch technischen K.o. in der dritten Runde. Aber auf mich wirkte er nicht so groß wie Valuev.
In der Vorbereitung auf den Kampf in Oldenburg stieg Ihr Trainer Pierre Bouchard bei der Pratzenarbeit auf eine Kiste, um die Größe Valuevs zu simulieren…
Jean-François Bergeron: Bei der Pratzenarbeit nutzte er etliche Male Holzkisten und Stühle, damit ich mich daran gewöhnen konnte, nach oben zu schlagen.
Sicher haben Sie einige Kämpfe Ihres nächsten Gegners auf Video gesehen. Setzen Sie gegen Nikolai Valuev auf Ihre Beweglichkeit oder harte Treffer?
Jean-François Bergeron: Ich glaube, beides wird nötig sein, um ihn zu bezwingen.
Gibt es eine Chance, einen Mann wie Valuev vorzeitig zu besiegen?
Jean-François Bergeron: Im Boxsport ist alles möglich, besonders im Schwergewicht.
Nikolai Valuev wird in der Rangliste der World Boxing Association auf Platz eins geführt. Bei einem Erfolg könnten Sie in der WBA-Weltrangliste einen großen Sprung nach oben machen…
Jean-François Bergeron: Genau das ist der Grund, warum ich den Kampf sehr ernst nehme. Der Reiz ist aber auch sehr groß, weil Valuev bereits Weltmeister war.
Ihr nächster Kontrahent musste bisher nur eine Niederlage in seiner Profilaufbahn hinnehmen. Die kassierte er gegen Ruslan Chagaev, der wie Sie Rechtsausleger ist. Denken Sie, dass dies ein entscheidender Faktor im Kampf am 29. September sein könnte?
Jean-François Bergeron: Wahrscheinlich ja, aber eigentlich sollte man diese Frage besser Nikolai Valuev stellen.
Falls Sie Ihren Kampf in Oldenburg gewinnen, welche Pläne hätten Sie anschließend?
Jean-François Bergeron: Wenn ich meinen NABA-Titel gegen Nikolai Valuev verteidige, reise ich zum Oktoberfest nach München, um meinen Sieg zu feiern. Danach werde ich versuchen, in naher Zukunft um die WM zu boxen.