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Sonntag, 2007-07-08

Baysangurov holt EM-Titel

Und noch ein Europameister für Team Sauerland: Am Samstagabend besiegte Zaurbek Baysangurov den Franzosen Hussein Bayram knapp, aber verdient nach Punkten. 115-113 und zweimal 114-113 lautete das Urteil der Punktrichter. Zusammen mit 18.000 Fans in der Kölnarena hatten sie ein packendes Duell gesehen, in dem sich beide Boxer nichts schenkten.

Neuer Europameister im Halb-Mittelgewicht: Zaurbek Baysangurov. (Foto: Sumio Yamada)
Dabei war dem ungeschlagenen Russen die lange Wettkampfpause von fast zehn Monaten deutlich anzumerken. Seit seinem beeindruckenden Punktsieg über den Mexikaner Marco Antonio Rubio hatte der 22-jährige Halb-Mittelgewichtler nicht mehr im Ring gestanden. So bereitete ihm der erfahrene Franzose mit seiner Erfahrung von 31 Jahren und 26 Kämpfen anfängliche einige Schwierigkeiten. Auch wenn Bayram viel einstecken musste, konnte er das hohe Tempo mitgehen und kam auch selbst zu guten Treffern. Erst in der zweiten Kampfhälfte konnte Baysangurov seine Stärken besser ausspielen. Seine schnellen Kombinationen trafen nun öfter und genauer.
Nach einem unabsichtlichen Kopfstoß in der sechsten Runde öffnete sich ein Cut über seinem rechten Auge, der aber in der Folgezeit kein größeres Problem darstellen sollte. In der siebten Runde musste Baysangurov dann einen Punktabzug wegen Tiefschlags hinnehmen. Es wirkte wie eine Initialzündung. Danach drehte der 22-Jährige so richtig auf. Anfang der Achten fanden mehrere schöne Kombinationen ihr Ziel, bevor sein Gegner mit einer harten Rechten zum Kopf konterte.
Auch in den letzten drei Runden ein ähnliches Bild: Baysangurov, stets im Vorwärtsgang, trifft viel, muss aber auch einstecken. Ein Raunen geht durch die Menge, als er Anfang der 11. Runde den Franzosen mehrere Male hart attackiert. Unmittelbar vor Ende der 12. Runde entwickelt sich noch einmal ein wildes Gefecht – wieder mit Vorteilen für Baysangurov. Nach 16 Siegen in 16 Kämpfen (12 K.o.´s) hat man beim Sauerland-Team Großes mit dem 22-Jährigen vor. "Die Europameisterschaft soll nur Zwischenstation sein", so Sportdirektor Hagen Doering. "Mit seinem Talent wird er bald um einen WM-Titel kämpfen."