Deutsch English
08.12.2016
Top-Thema

Kölling vs. Liebenberg II

Berliner bittet Südafrikaner am 4. Februar zum Rematch in Südafrika!

Perfekte K.o.-Nacht!

Feigenbutz, Bauer und Pulev feiern klare Siege am Samstag!

Top-Video
Video ansehen

 

 

NEWS
Sonntag, 2002-06-23

Barrera beschwichtigt

Vor dem Duell um die Krone im Federgewicht versucht Marco Antonio Barrera die auflodernden Emotionen zu beschwichtigen

Marco Antonio Barrera versucht die Stimmung vor dem zweiten Kampf gegen Erik Morales um den WBC-WM-Titel im Federgewicht am 22. Juni in Las Vegas auf die sportlichen Ausmaße des Duells zu konzentrieren. Denn für die mexikanische Bevölkerung hat der Kampf auch eine politische Dimension, da die beiden Boxer aus verschiedenen Bevölkerungsschichten und -gruppen kommen.
Das erste Aufeinandertreffen der beiden Mexikaner im Februar 2000 wurde in einer kontroversen Entscheidung der Punktrichter für Morales gewertet. Der Kampf wurde von Boxexperten später zum besten Fight des Jahres gewählt.
In einem Interview mit dem amerikanischen Internetportal "Fightnews" erklärte Barrera, dass dies kein Kampf zwischen zwei mexikanischen Bevölkerungsschichten sei. Morales kommt aus der ärmeren nordmexikanischen Stadt Tijuana, Barrera aus der Hauptstadt Mexiko-City.
"Ich hoffe, dass die Zuschauer den Kampf nicht als Fight zwischen Tijuana und Mexiko-City betrachten. Die Zuschauer sollten den Kampf als Duell zweier unabhängiger Mexikaner sehen. Dies sollte ein Aufeinandertreffen zwischen zwei starken Mexikanern sein", versuchte Barrera zu beschwichtigen.
Die bestehende Rivalität zwischen beiden sei erst aufgekommen, als Morales seinen Gegner vor der mexikanischen Presse einen Feigling nannte und schlecht über ihn sprach. Eine Pressekonferenz zur Bekanntgabe des Kampfes im Dezember endete in einem wilden Handgemenge der beiden Kontrahenten, nachdem Barrera Morales auf dessen Äußerungen vor der mexikanischen Presse ansprach.
Über seine zukünftigen Pläne äußerte sich Barrera in der Art eines Gentlemans: "Ich denke, es wäre respektlos gegenüber Erik, wenn ich über meine Zukunftspläne sprechen würde. Nach dem Kampf wäre ich mehr als glücklich mitzuteilen, gegen wen ich gerne boxen möchte. Ich respektiere ihn als einen Boxer und wünsche ihm das Beste für den Kampf", sagte Barrera.