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Dienstag, 2003-04-22

Barr bald nicht mehr Nr. 1?

Freeman Barr muss damit rechnen, bald nicht mehr WBO-Weltranglistenerster zu sein

Der Weltranglistenerste der WBO im Super-Mittelgewicht, Freeman Barr, muss damit rechnen, dass er bald diese Top-Position in dem Ranking des Weltverbandes verliert. Wie der Verband mitteilte, hat der von den Bahamas stammende Athlet nur noch bis zum 2. Mai Zeit, diesen Rang durch einen Sieg gegen einen der Boxer aus den Top-15 der WBO in seiner Gewichtsklasse zu verteidigen.
Darauf wies der Weltverband den 29-jährigen Super-Mittelgewichtler jetzt auch noch einmal in einer Erklärung hin. Dies sei auch schon Bestandteil einer zwischen dem Manager von Barr, Steve J. Canton, und der WBO geschlossenen Vereinbarung gewesen, die während der jährlichen Tagung der Organisation in Panama City im letzten Jahr getroffen wurde.
Die letzten Gegner des Super-Mittelgewichtlers von den Bahamas Dan Thornton, Mike Coker, Robert Davis und Ojay Abrahams hatten allesamt nicht gerade ein herausragendes Format. Somit ist die Kritik des Weltverbandes durchaus berechtigt. Hinzu kommt, dass Barr in diesen Kämpfen keineswegs überzeugende Leistungen bot. Sein Manager Steve J. Canton machte dafür immer wieder Verletzungen seines Athleten verantwortlich.
Die Argumentation der WBO ist also sachlich nachvollziehbar. Fraglich ist hingegen, weshalb der Weltverband auf der anderen Seite den bisherigen Champion des Verbandes, Joe Calzaghe aus Wales, nicht dazu anwies eine Pflichtverteidigung gegen den Weltranglistenersten der Organisation zu bestreiten. Zwar boxte Barr seit langer Zeit nicht mehr gegen einen Top-Athleten, auf der anderen Seite erhielt er auch nicht die Chance, um den WM-Titel der WBO zu kämpfen.