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Samstag, 2005-09-24

Auf dem Rad zum Titel

Nikolai Valuev: "Ich brauche in Berlin kein Auto"


Schwertransport auf zwei Rädern – Nikolai Valuev, 2,13m groß, 150 Kg schwer
Die Szene wiederholt sich jeden Morgen, und die erstaunten Gesichter gleichen sich an jedem Tag. Die Zuschauer beim Training von Hertha BSC werden für einige Sekunden von den Übungen der Fußballprofis abgelenkt, wenn der hünenhafte Mann auf seinem Fahrrad am Platz neben dem Berliner Olympiastadion vorbeifährt. Nikolai Valuev, der "Russische Riese", ist ein Sportler der besonderen Art, und er bewegt sich auch anders fort. Er lässt sich nicht in einer Nobelkarosse zum Training im Max-Schmeling-Gym chauffieren – Valuev fährt Rad.
"Ich brauche in Berlin kein Auto", sagt der 2,13-m-Mann, "das Radfahren ist für mich ideal. Da kann ich mich schon vor dem Training ein wenig aufwärmen."
Für den Trainer des Intercontinental-Champions, Manuel Gabrielian, hat das Fortbewegen auf dem Rad sogar einen trainingsmethodischen Aspekt. "bei Nikolais Kampfgewicht von 150 Kilogramm muss man die Bewegungsformen natürlich sehr genau dosieren", weiß der Coach. "Längeres Joggen, vielleicht auch noch auf hartem Boden wäre für Nikolai kontraproduktiv, weil es die Gelenke viel zu stark belasten würde."
Radfahren statt joggen – so macht sich der Russische Riese fit für seinen WM-Ausscheidungskampf gegen Larry Donald in der EWE Arena Oldenburg. Und in gewisser Weise hat der Radfahrer Valuev hier sogar ein Heimspiel. Da der herkömmliche Drahtesel einen Kerl wie ihn nicht tragen würde, fährt der Boxer aus St. Petersburg auf einem Spezialrad mit verstärktem Rahmen – hergestellt wurde es in der Fahrrad-Manufaktur Oldenburg.