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Dienstag, 2006-10-03

Arthur gefragter TV-Gast

Abraham verteidigt seine Entscheidung


Arthur Abraham bei seiner Entlassung aus dem Krankenhaus

Nach der Schlacht von Wetzlar hat der Medienmarathon für Arthur Abraham begonnen. Ein Fernsehauftritt jagt den nächsten, und überall steht die eine Frage im Mittelpunkt: Hätte man den Kampf, den der alte und neue Weltmeister gegen Edison Miranda mit gebrochenem Kiefer bis zum Sieg durchstand, nicht abbrechen sollen. War es ober- oder unterhalb der Schmerzgrenze? Eine Frage, die Arthur Abraham auch bei "Blickpunkt Sport" im Bayerischen Rundfunk klar beantworten konnte. "Wenn man etwas Besonderes sein will, muss man auch besondere Sachen tun", sagte der Champion am Montagabend. "Ich habe gespürt, dass ich gewinnen kann, und so schnell gebe ich nicht auf. Ich habe meine Taktik geändert und somit gewonnen. Ich war zu schlau für Miranda." Seine Gesundheit stehe zwar bei jedem Kampf an oberster Stelle, aber ein Boxer müsse eben auch Schmerzen wegstecken können.
Das sieht Arthurs Bruder, Sauerland-Boxer Alexander Abraham, zwar nicht anders, aber dieser Kampf war auch für ihn ein besonders schmerzhafter. "Ich war total geschockt. Das war auch mein Blut, das da floss", sagte er im Bayerischen Rundfunk. Coach Ulli Wegner hatte zwischenzeitlich das Handtuch in der Hand, wusste aber um die Stärke seines Schützlings. "Zusammen mit dem Arzt haben wir die Verantwortung getragen." Ringarzt Prof. Walter Wagner versicherte indes erneut, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. "Ich bin seit 30 Jahren Unfallchirurg und Ringarzt", sagte er. "Und ich konnte es, wenn auch ungern, vertreten, dass Arthur weiterboxt." Damit sei er einer Meinung mit dem Charité-Chef Prof. Jürgen Bier, der im "Focus" das Risiko als eher minimal bezeichnete, so Wagner.
Die Diskussion um Für und Wider will Arthur Abraham jedoch nicht weiter ausdehnen, sondern eher nach vorn schauen. Der Champion ist sichtlich auf einem guten Weg und will schon bald wieder mit dem Fitnesstraining beginnen. Zuvor jedoch wartet ein weiterer Termin auf ihn. Am Mittwochabend ist er zusammen mit Ulli Wegner und Professor Walter Wagner in Köln zu Gast bei Günter Jauch in "Stern TV". Am Tag darauf fliegt der Weltmeister via Amsterdam nach Chicago, wo er für die ARD ("Boxen im Ersten") den Kampf von Nikolai Valuev gegen Monte Barrett kommentieren wird.