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Dienstag, 2006-08-01

Angriffe auf Arthur

Mirandas Manager: "Arthur boxt eindimensional"


Der Herausforderer: Edison Miranda
Drei Wochen vor der IBF-Weltmeisterschaft im Mittelgewicht zwischen dem Champion Arthur Abraham (Berlin) und Edison Miranda (Kolumbien) hat der Manager des Herausforderers, Steve Benbasat, verbale Giftpfeile in Richtung des Titelträgers geschossen. "Ich kann in ein paar Sätzen erklären, wie dieser Junge boxt", sagte Benbasat dem amerikanischen Internetportal SecondsOut. "Abraham ist eindimensional. Ich verstehe gar nicht, warum die Leute alle sagen, dass dieser Junge so gut ist." Über den Ausgang des Kampfes seines Schützlings Miranda (26 Kämpfe, 26 Siege, 23 K.o´s) hat der Manager auch keinen Zweifel: "Wenn ich nicht so einen K.o.-Künstler wie Edison hätte, würde ich mir vielleicht ein paar Sorgen machen. Aber so? Ein Jab von Miranda wird Abraham niederstrecken."

Der Champion: Arthur Abraham
Im Boxstall des Weltmeisters lösten die Verbalattacken aus Übersee Unverständnis bis Heiterkeit aus. "Arthur als eindimensional zu bezeichnen zeigt nur Benbasats Unerfahrenheit im Boxsport", sagte Abrahams Manager Wilfried Sauerland. "Sollte sein Boxer die gleiche Einstellung haben, wird er im Ring sein blaues Wunder erleben. Ich halte Miranda für einen sehr starken Gegner, bin aber sicher, dass Arthur gewinnen wird, weil er der intelligentere Boxer ist."
Auch Abrahams Trainer Ulli Wegner nahm die Äußerungen Benbasats kopfschüttelnd zur Kenntnis. "Die Jungs wissen wahrscheinlich gar nicht, wen sie vor sich haben. Arthur ist einmalig, hat vielleicht den härtesten Punch im Mittelgewicht weltweit." Und Abraham ergänzt: "Meine Schlagstärke ist eine Dimension. Den Rest wird Miranda im Ring zu spüren bekommen."

Der Erfolgstrainer: Ulli Wegner
Der Manager des Herausforderers kritisierte auch die in Deutschland üblichen Dopingkontrollen. "Selbst wenn man jemanden ausgeknockt hat muss man in Deutschland noch aufpassen, dass man den Sieg nicht noch durch die Urinprobe verliert. Wir könnten das auch mit unseren eigenen Ärzten machen, aber das wollen die Deutschen nicht. Dafür sind sie bekannt."

Weltmeister Arthur Abraham mit seinem Manager Wilfried Sauerland
Auch das will Wilfried Sauerland nicht unwidersprochen hinnehmen. "Die Dopingkontrollen sind international und absolut neutral. In Deutschland nehmen wir die Dopingproblematik sehr Ernst, und es ist unverständlich, dass die Amerikaner das nicht tun. Nur wegen des laxen Systems in den USA werden US-Boxer bei uns immer mal wieder des Dopings überführt."
Der Herausforderer bereitet sich derweil in Puerto Rico auf den WM-Kampf vor. "Edison trainiert gut und geht die Sache sehr ernsthaft und konzentriert an", berichtet sein Manager.
Abraham hat im Berliner Max-Schmeling-Gym mit dem Sparring begonnen. In der nächsten Woche zieht Ulli Wegner mit seinen Schützlingen ins Trainingslager in die Sportschule Kienbaum nahe Berlin.