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Samstag, 2002-10-19

Amateur-Meisterschaften

Ab 17.10.: 80. Deutsche Meisterschaften der Amateure in Sindelfingen

Ab Donnerstag boxen die Amateure in Sindelfingen um die 80. Deutschen Meisterschaften. Dabei geht es jetzt schon um die Einlösung der Tickets für die Olympischen Sommerspiele 2004 in Athen. Im "Glaspalast" erwarten dazu die Organisatoren 90 Athleten aus den 20 Landesverbänden des Deutschen Boxsport-Verbandes (DBV).
Nach den Titelkämpfen von Sindelfingen wird die Kernmannschaft für die WM 2003 und die EM 2004, die als Qualifikation für die Olympischen Spiele gilt, benannt werden. Zehn bis zwölf Athleten werden nach den nationalen Meisterschaften in das Team berufen. Diese Sonderförderung ist nicht nur sportlich wertvoll, sie bietet auch finanzielle Vorteile für die Amateure.
Dabei sind drei Plätze praktisch vergeben: Vize-Europameister Lukas Wilaschek (Leverkusen/Halbmittel) sowie die beiden EM-Dritten Sebastian Zbik (Schwerin/Welter) und Sebastian Köber (Frankfurt/Oder, Superschwer) sind so gut wie sicher im Kader. "Aber auch sie haben keinen Freibrief und müssen in Sindelfingen ihre Klasse bestätigen", forderte Chef-Bundestrainer Helmut Ranze in einem Interview mit der Nachrichtenagentur DPA.
Im Halb-Mittelgewicht könnte es zu einem interessanten Aufeinandertreffen zwischen Wilaschek und Zbik kommen. Denn der Schweriner EM-Dritte ist für diese Meisterschaften in das höhere Limit gerückt. Auch der Zweite der Junioren-Weltmeisterschaften 2000 Eduard Gutknecht vom BC Gifhorn könnte ein gehöriges Wörtchen bei der Vergabe der Medaillen mitreden. Die Leistungsdichte in dieser Klasse freut auch den Sportwart des DBV, Alexander Mazur: "Das kann für die Brisanz der Meisterschaften nur förderlich sein."
Ein weiterer boxerischer Leckerbissen könnte auf die Zuschauer im Super-Schwergewicht warten. Der WM-Dritte und Vorjahresmeister Witali Boot (BC Gifhorn) muss sich im Kampf um seinen sechsten Titel in Folge mit dem EM-Dritten Sebastian Köber (BC Frankfurt/Oder) auseinander setzen. Auch der Vizemeister des vergangenen Jahres Kay Ahrendt (KSV Demmin) wird zu beachten sein. "Das ist ganz sicher eine reizvolle Konstellation, aber leider die Ausnahme. Unseren wenigen Spitzenleuten würde mehr Konkurrenz aus den eigenen Reihen nur gut tun", sagte Chef-Bundestrainer Ranze.
Die meisten Teilnehmer werden im Welter-, Halbmittel- und Halbschwergewicht mit jeweils neun Boxern erwartet. Nur drei werden im Halb-Fliegengewicht antreten. Die Meisterschaften enden am Samstag mit den Finalkämpfen.